Weiter ungeschlagen TSV 1860: Nächste Woche ist ein Aufstiegsplatz drin

Timo Gebhart mutiert vor dem Löwen-Fanblock zum Feierbiest. Foto: Stefan Matzke/sampics/Augenklick

Beim 3:0 in Jena siegen die Löwen souverän und bleiben zum 14. Mal in Folge ungeschlagen - und sind in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen. Stefan Lex ist an allen drei Toren beteiligt.

 

München - Drei, vierzehn, zwei: Dieses Zahlentrio erklärt eigentlich alles, was man über die Auswärtsfahrt der Löwen nach Jena wissen muss. Noch Fragen?

Der formstärkste Löwe Stefan Lex war es, der den TSV 1860 im Auswärtsspiel beim Drittliga-Letzten Carl Zeiss Jena (17 Punkte) zu einem völlig verdienten Sieg führte: Beim ungefährdeten 3:0-Erfolg der Giesinger gegen das schwache Schlusslicht war der schnelle Offensivmann an allen drei Treffern beteiligt.

"Wir sehen aktuell den besten Lex bei 1860", sagte der Erdinger lachend über seine außergewöhnlich starke Form: Das 1:0 durch Timo Gebhart bereitete Lex per Ecke vor (16.), vor dem 2:0 durch Efkan Bekiroglu lieferte der Ex-Bundesligaspieler den Querpass (32.) – und den dritten Treffer besorgte er schließlich selbst (55.).

Drei Punkte erspielt - TSV 1860 14 Mal ungeschlagen

Michael Köllners Plan war also bestens aufgegangen. "Was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten, konnten wir heute umsetzen: Konzentriert ins Spiel starten, drei Punkte mitnehmen und zu Null spielen. Das ist aufgegangen", freute sich der Trainer über den nächsten Streich seiner Serien-Sechzger, die sich auch von der anfänglichen Spielunterbrechung durch die beleidigenden Plakate der Jena-Fans nicht beirren ließen. Ein plakativer Erfolg.

Die längste Serie im deutschen Profifußball hat nicht nur gehalten, sie ist um einen Dreier reicher: 1860 bleibt auch im 14. Spiel hintereinander unbesiegt. Da ist sie die 14. "Es waren zu viele Unentschieden dabei, aber 14 Spiele – das ist schon ein Brett", erklärte Daniel Wein, den Köllner als Ersatz für den gelb-gesperrten Innenverteidiger Dennis Erdmann in die Startelf beordert hatte. Doch wie kommt’s, dass 1860 das Verlieren verlernt hat? "Vielleicht, weil wir in jedes Spiel gehen, um zu gewinnen. Dabei sind uns die Gegner egal. Wir haben Selbstvertrauen, das kann man in jedem Spiel sehen", so Wein.

Gegen Jena war es offensichtlich: Angeführt vom stark verbesserten Spielmacher Efkan Bekiroglu und Spielmacher-Kollege Timo Gebhart zeigte sich 1860 engagiert, spielstark und über weite Phasen des Spiels souverän. Torhüter Marco Hiller musste lediglich in der Schlussphase zur Tat schreiten, um erstmals seit acht Spielen wieder ohne Gegentor zu bleiben. Am Ende glänzte Gebhart als Feierbiest in der Kurve.

TSV 1860: Noch keine Aufstiegsträume

Bleibt noch die Zwei aus dem Eröffnungssatz zu klären: Durch neuerliche Patzer der Konkurrenz liegt der TSV (42 Zähler) tatsächlich nur noch je zwei Punkte hinter dem direkten Aufstiegsplatz zwei und Relegationsrang drei zurück. Aufstiegsträume streichen Wein und Co. aber weiter brav aus ihren Gedanken – beziehungsweise zumindest aus ihren öffentlichen Aussagen: "Wir haben jetzt 42 Punkte. Um sicher in der Klasse zu bleiben, fehlen uns noch sechs. Wenn wir 48 Punkte haben, dann können wir nach oben schauen."

Der Mann des Spiels, Lex, ergänzte: "Wir haben einen richtig guten Lauf. Trotzdem ist noch ein weiter Weg zu gehen, es sind noch elf Spiele." Es sei "unwahrscheinlich, dass die Serie immer weitergeht". Sollte 1860 weiterhin "so konzentriert wie heute über weite Strecken spielen", dann könne man "irgendwann nach oben sehen".

Am nächsten Wochenende kommt es für 1860 zu einem Spitzenspiel, nach dem man bei einem Sieg erstmals in der Saison auf einem Aufstiegsplatz stehen könnte: Tabellenführer MSV Duisburg (47 Punkte) kommt ins Grünwalder Stadion. Dann können Lex und seine Löwen mit neuen Zahlen Fakten schaffen.

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