"Weidetiere statt Wolfsreviere" Bauern-Demo: Besserer Schutz für Kühe und Schafe

Bei einer Demonstration mit dem Motto "Weidetiere statt Wolfsreviere" nahmen am Montag rund 300 Bauern aus drei Ländern vor dem Prinzregententheater. Hier wurde am Vormittag die 1. Umweltministerkonferenz zur EU-Alpenstrategie eröffnet. Foto: Peter Kneffel/dpa

Sieben Staaten und 48 Regionen haben die EU-Alpenstrategie beschlossen. Bayern hat derzeit den Vorsitz dieser Initiative. Daher trafen sich am Montag Vertreter verschiedener Städten in München. Landwirte sehen ein Problem, das gar nicht auf der Tagesordnung steht.

 

München - Rund 300 Bauern aus Südtirol, Österreich und aus ganz Bayern haben am Montag in München für einen besseren Schutz von Weidetieren vor Wölfen demonstriert

Sie forderten die Umweltminister des Alpenraums auf, sich bei ihrem Treffen dafür einzusetzen. Der Punkt fehle auf der Tagesordnung, sagte der Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes, Günther Felßner. Stattdessen wollten die Minister das Netzwerk von Biotopen und Schutzgebieten ausbauen. Das werde aber die Ausbreitung des Wolfes weiter beschleunigen.

"Immer mehr Kühe oder Schafe werden vom Wolf getötet"

"Die Bauern im Alpenraum stellt diese Entwicklung vor massive Probleme. Auf den Weiden und Almen werden immer mehr Kühe oder Schafe vom Wolf getötet.", kritisierte Felßner. Die Weidehaltung in den Alpen sei gefährdet. "Doch was die Alpen lebens- und liebenswert macht, sind doch nicht Wolfsreviere, sondern unsere Weidetiere."

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) hat ihre Ressortkollegen sowie Vertreter der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und der Alpenkonvention für Montag nach München geladen. Im Fokus steht das Thema "Grüne Infrastruktur". Gemeint ist etwa, dass Ökosysteme für die Entwicklung eines Landes unverzichtbar sind.

 

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