Wegen Wehrpflicht-Aussetzung Nach Schulabschluss: Samuel Koch fordert Pflicht-Sozialdienst

Der querschnittsgelähmte Schauspieler Samuel Koch (30) hat einen Pflichtsozialdienst gegen den Pflegenotstand angeregt. Seit der Aussetzung der Wehrpflicht fehlten Zivildienstleistende in der Pflege, sagte Koch im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Darmstadt.

 

Ein Pflichtsozialdienst würde "ganz akut Menschen in den Kliniken und Altenheimen entlasten." Zugleich könnten junge Menschen, die nach der Schule noch orientierungslos seien, feststellen, wie wichtig Pflege sei, Berührungsängste abbauen und für sich entscheiden, ob der Beruf etwas für sie sei. Um ihre Motivation zu erhöhen, seien vielleicht Vergünstigungen beim Pflegebeitrag ein Weg, regte Koch an.

"Es reicht nicht aus, 8.000 oder 16.000 neue Stellen zu schaffen - bei 12.000 akut unterversorgten Einrichtungen", sagte Koch. Die Löhne für Pfleger zu erhöhen, ändere auch noch nichts an den schlechten Arbeitsbedingungen und den vielen Patienten, für die ein einziger Pfleger zuständig sei. Die Menschen müssten trotzdem vernachlässigt werden. Notwendig sei ein Umdenken der Gesellschaft bei diesem "Brennpunkt-Thema". "Es gilt zu handeln. Und ich hoffe, dass das Thema bei den Koalitionsverhandlungen anständig auf den Tisch kommt und sich in allen Köpfen festsetzt."

 

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