Wegen Timo Werner Bayern-Boss Rummenigge stichelt gegen RB Leipzig

Vorstandsboss des FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge. Foto: imago/Sven Simon

Das Transfer-Theater um einen möglichen Wechsel von Timo Werner (22) von RB Leipzig zum FC Bayern geht in die nächste Runde.

 

München - Nationalstürmer Timo Werner steht auf der Wunschliste des FC Bayern München für die kommende Saison ganz weit oben. Medienberichten zufolge sollen sich der 22-jährige Stürmer, dessen Berater Karlheinz Förster (60) und der deutsche Rekordmeister bereits auf einen Wechsel verständigt haben.

Werner selbst befeuerte noch im Dezember die Gerüchte um einen möglichen Wechsel zum deutschen Rekordmeister. Nach der 0:1-Niederlage gegen die Bayern sagte Werner im "Sky"-Interview: "Wenn man in Deutschland bleiben will, gibt es eigentlich von Leipzig aus nur einen Klub, zu dem man wechseln kann". Auf die Nachfrage, ob dieser Klub der FC Bayern sei, fügte Werner hinzu: "Das könnte man jetzt schlussfolgern".

Bayern-Chef Rummenigge stichelt gegen Leipzig-Bosse

Das der FC Bayern den deutschen Nationalspieler, dessen Vertrag in Leipzig bis 30. Juni 2020 datiert ist, allerdings nicht für lau bekommen wird, machten die RB-Verantwortlichen deutlich.

Leipzigs Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick (60) äußerte sich gegen über der "Bild": "Einen Fall wie mit Leon Goretzka und Robert Lewandowski (beide Spieler wechselten ablösefrei von Schalke bzw. Dortmund zu den Bayern, d. Red.) wird es zwischen uns mit Timo Werner und den Bayern nicht geben. Diese Option existiert nicht. Das wissen auch Timo und sein Berater."

Leipzigs Mintzlaff: "Es gibt mit keinem anderen Verein einen Austausch"

Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (43) sagte: "Wir haben eine klare Vereinbarung mit seinem Berater (dass Timo Werner im Sommer 2019 verlängert oder wechselt, d. Red.). Wir halten uns an die Absprachen." Vor dem Spiel in Nürnberg (2:0) schob er nach: "Es gibt mit keinem anderen Verein einen Austausch."

Jetzt goss Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge wieder etwas Öl ins Feuer und stichelte in Richtung der Leipzig-Bosse. Die "Bild" zitiert den Vorstandsvorsitzenden des deutschen Rekordmeister wie folgt: "Ich würde Rasenball – heißen die doch, glaube ich – den Ratschlag geben, nicht zu offensiv mit der ganzen Personalie umzugehen. Weil manchmal liegt man auch nicht richtig. Ich habe sehr viel Erfahrung im Geschäft. Und wann immer man mit Transfers so offensiv umgeht wie Rasenball, ist es nicht im Interesse."

Leipzig will für Werner 60 Millionen von den Bayern

Selbst Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz äußerte sich zur Causa Timo Werner. "Billig wird er ganz sicher nicht", sagte der 74-jährige Milliardär dem Schweizer "Blick", hinsichtlich einer möglichen Ablösesumme für den 22-Jährigen.

Wie die "Bild" berichtet, will RB Leipzig eine Ablösesumme von 60 Millionen Euro für den 22-Jährigen aufrufen, die Schmerzgrenze soll bei 40 Millionen Euro liegen. Aufgrund der vertrackten Situation und der geringen Vertragslaufzeit ist es wahrscheinlich, dass sich die Ablöse eher in Richtung Schmerzgrenze bewegen wird. Leipzig muss ein Angebot eines Interessenten annehmen, sonst müssten der Verein Werner im Sommer 2020 ablösefrei ziehen lassen.

 

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