Wegen Lohsteuerausgleich Söder kämpft für Wiesn-Bedienungen

Markus Söder nimmt am Montag im Finanzministerium in München eine Petition der Wiesn-Bedienungen entgegen. Foto: dpa

Die Änderung der Bestimmungen beim Lohnsteuerausgleich macht den Wiesn-Bedienungen zu schaffen. Bayerns Finanzminister Söder will sich in Berlin für deren Interessen einsetzen.

 

München - Finanzminister Markus Söder (CSU) will in Berlin für die finanziellen Interessen der Wiesn-Kellnerinnen kämpfen. Söder nahm am Montag in München eine Petition entgegen, die 3600 Bedienungen vom Münchner Oktoberfest unterschrieben hatten. Darin protestieren sie gegen eine rechtliche Änderung im Lohnsteuerjahresausgleich, die in Berlin bereits beschlossen ist. Diese würde darauf hinauslaufen, dass Wiesn-Bedienungen zunächst hohe Steuern zahlen müssten und ihr Geld erst später vom Finanzamt wieder zurückbekämen.

Die Wiesn-Bedienungen hingegen würden gerne die derzeit noch in Bayern praktizierte Regelung im Lohnsteuerjahresausgleich beibehalten wissen, der zufolge sie von vornherein weniger ans Finanzamt zahlen und nicht den Umweg über die Rückerstattung nehmen müssen. "Die harte Arbeit auf dem Oktoberfest und allen anderen Volksfesten muss direkt mit einem fairen Nettogehalt entlohnt werden", sagte Söder dazu. Das derzeitige bayerische Verfahren soll im nächsten Jahr noch einmal praktiziert werden. Wie es danach weitergeht, hängt von Söders Bemühungen in Berlin ab.

 

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