Weber verliert Stammplatz TSV 1860: Aaron Berzel glänzt bei Sechzig mit Wort und Tat

Gesetzt in der Viererkette: Aaron Berzel Foto: sampics/AK

Sechzigs Kult-Kicker Aaron Berzel hat sich gegen Kapitän Felix Weber durchgesetzt – er glänzt mit Worten und Taten.

 

München - Es ist nicht nur seine Art, Fußball zu spielen. Es sind seine Aggressivität, seine Mentalität und sein Wille – für diese Qualitäten steht der Name Aaron Berzel. Beim 1:1 des TSV 1860 gegen den SV Waldhof Mannheim am Samstag zählte der 27-jährige Innenverteidiger zu den besten Spielern auf dem Rasen (AZ-Note 2).

Berzel: "Ich will gegen die gewinnen"

Nach Schlusspfiff gab der Kult-Kicker der Löwen, den die Fans aufgrund seiner Sprüche lieben, eine Kostprobe seiner Ansagen. "Es ist mir völlig egal, was die vorher gemacht haben", meinte Berzel über die Auswärtsserie der Waldhöfer, die fast zwei Jahre lang ohne Niederlage geblieben sind: "Wenn hier jemand herkommt ins Grünwalder Stadion, will ich gegen die gewinnen."

Der Heidelberger verglich das Mannheimer Gastspiel prompt mit einem Eindringen in seine eigenen vier Wände: "Ich lass’ auch niemanden bei mir zuhause rein und sag: ‚Setz dich auf meine Couch und mach dir den Fernseher an.‘ Da habe ich genauso wenig Bock drauf, wie wenn hier einer die Punkte wegnimmt – egal, ob da jemand zwei Jahre oder vier Jahre lang nicht verloren hat."

Kapitän Weber muss sich hinten anstellen

Seinen Stammplatz verloren hat indes Felix Weber: Der Kapitän muss sich seit der Winterpause hinter Berzel und Sommer-Neuzugang Dennis Erdmann anstellen, laut Trainer Michael Köllner liege er "Nuancen" hinten. "Ich hab alles in die Waagschale geworfen", so Berzel über das Duell mit Weber.

Gelingt Berzel das nicht nur so wortgewaltig, sondern auch so tatkräftig wie gegen Mannheim, dürfte Weber den Platz in der Startelf ähnlich schwer erlangen wie ein Fremder einen Sitzplatz auf der Berzel-Couch.

 

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