Vorschlag der CSU-Fraktion Für Erhalt des Filmtheaters Sendlinger Tor: Stadt soll Immobilie kaufen

Das Filmtheater am Sendlinger Tor wurde 1913 eröffnet. Im Sommer läuft der Pachtvertrag aus. Foto: imago images/Spöttel

CSU-Vorschlag: Die Stadt soll das Filmtheater Sendlinger Tor retten, indem sie das Gebäude kauft und dann "zu einer für beide Seiten rentablen Miete" an den Pächter vermietet.

 

München - Nach der Münchner SPD setzt sich nun auch die CSU-Fraktion vehement dafür ein, das vom Aus bedrohte Filmtheater Sendlinger Tor zu erhalten.

"Das kulturhistorisch wertvolle Kino hat in der Filmstadt München Filmgeschichte seit seiner Eröffnung im Jahr 1913 geschrieben und ist neben seiner Architektur auch als Kulturraum unersetzbar und unverzichtbar", heißt es in dem vom 2. Bürgermeister Manuel Pretzl initiierten und von den Stadträten Richard Quaas sowie Walter Zöller ebenfalls unterzeichneten Antrag.

Die Stadt solle prüfen, wie sie die Immobilie erwerben könne. "Deshalb greifen wir den Satz des Oberbürgermeisters auf, 'wir kaufen uns unsere Stadt zurück' und beantragen die Prüfung des Kaufs dieses Gebäudes durch die Stadt."

CSU: Filmtheater am Sendlinger Tor "ein Kleinod"

Nach dem geplanten Erwerb soll die Stadt das Kino nach den CSU-Vorstellungen "zu einer für beide Seiten rentablen Miete" an die langjährigen Pächter bzw. Betreiber vermieten. Schließlich sei das Filmtheater am Sendlinger Tor auch einer der Spielorte des jährlichen Filmfestes München und "ein Kleinod unter den wenigen noch vorhandenen historischen Filmtheatern aus der Anfangszeit des Films in Deutschland".

Das gesamte Gebäude - es wurde vom Münchner Architekten Carl Gabriel gebaut, der auch das Prinzregententheater geplant hat - sei "ein architektonisches Juwel", das langfristig erhalten werden müsse.

 

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