Vor Deutschland gegen Frankreich Thomas Müller übt Kritik an der Kritik

DFB-Stürmer Thomas Müller ärgert sich über die Kritik an der Nationalmannschaft nach dem Einzug ins Viertelfinale. Die Kritik sei nicht gerecht, so Müller.

 

Berlin - Für Thomas Müller werden die Leistungen der Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien zu kritisch gesehen. Er habe "ja fast das Gefühl, dass wir uns für das Weiterkommen ins Viertelfinale entschuldigen mussten", sagte Müller in einer Interviewrunde mehrerer deutscher Zeitungen.

Der Torschützenkönig der WM 2010 will nicht Weltmeister werden und "anschließend sagen müssen: 'Sorry, dass wir das Finale nur mit einem Tor gewonnen haben.'"

Beim 2:1 nach Verlängerung im Achtelfinale gegen Algerien sei nicht alles schlecht gewesen. "Wenn die Italiener so ein Spiel gemacht hätten, hätte es bestimmt geheißen: Oh das sind clevere Hunde. Die haben die schön zappeln lassen und dann haben sie zugestochen." Das Team wolle für seine Leistung im ersten K.o.-Spiel dieser WM zwar nicht mit Lobeshymnen überschüttet werden. "Aber harsche Kritik finde ich auch nicht gerecht."

Teamkollege Per Mertesacker habe es in seinem emotionalem ZDF-Interview kurz nach dem Viertelfinal-Einzug auf den Punkt gebracht. "Wir haben uns den Arsch aufgerissen, haben das Spiel gewonnen und gut ist es. Wenn wir spielen wie die Ballerinas, dann heißt es doch, wir haben keine Typen in der Mannschaft", so Müller.

Zufrieden sei er nur, wenn Deutschland den Titel hole. Bei einem verlorenen Finale säße Müller "bestimmt nicht mit einem Lächeln im Flieger."

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