Vor dem Augsburg-Spiel Guardiolas Bundesliga-B-Mannschaften

In Augsburg am Samstag und bis zum Ende der Liga spielt Bayerns B-Team. Nicht so gegen Manchester. Guardiola: „Es geht um unsere Zukunft“.

 

München - Pep Guardiola hat sich schon mal entschuldigt. Beim Augsburger Publikum, das am Samstag am liebsten die Big Player sehen würde, die Superstars des FC Bayern. Wird schwierig.
„Es tut mir leid. Das Spiel in Augsburg ist wichtig, aber das Spiel gegen Manchester ist wichtiger. Mein Kopf ist schon bei dem Spiel“, sagte der Bayern-Trainer mit Blick auf die Partie am Samstag beim FCA (15.30 Uhr, Sky live). „Die Bundesliga ist für uns vorbei. Unser Ziel ist nächsten Mittwoch, da geht es um unsere große Zukunft.“ Um die Titelverteidigung in der Champions League.
Also wird in Augsburg eine B-Elf auflaufen, lediglich Dante, der beim Hinspiel in Manchester (1:1) gesperrt war, soll Spielpraxis bekommen. „Ich werde ein bisschen wechseln in der Aufstellung und im Kader“, kündigte Guardiola an.

Augsburg wird nur Spiel zwei der großen Rotation nach Vorbild des Altmeisters Ottmar Hitzfeld. Schon gegen Hoffenheim wurde fleißig gewechselt, Pep nahm das 3:3 in Kauf – und gelassen hin. Nach Samstag folgen fünf weitere Es-tut-mir-leid-Spiele. In den wichtigen Spielen der Champions League und des DFB-Pokals (Halbfinale am 16. April gegen Kaiserslautern) dürfte Guardiola seine A-Elf bringen. Und die lautet aktuell: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Alaba - Schweinsteiger, Kroos, Götze - Robben, Ribéry - Mandzukic. Der verletzte Thiago fällt wohl bis Saisonende aus.
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TOM STARKE: Der Ersatztorhüter bekam von Guardiola bisher zwei Bundesligaspiele als Belohnung „geschenkt“. Es werden noch mehr. „Er trainiert immer gut, ist ein superguter Typ, unterstützt immer die Mannschaft“, sagte Guardiola. Keeper Neuer muss nicht geschont werden, darf aber auch mal Spiele entspannt von draußen verfolgen.

RAFINHA, MARTÍNEZ, MÜLLER: Die Härtefälle. Im Grunde Bayerns 12. Männer. Der Brasilianer spielt nur, wenn Lahm nicht als Rechtsverteidiger gebraucht wird. Javi Martínez gibt den Boateng-oder-Dante-Ersatz falls einer fehlt. Und Thomas Müller? Spielt immer – seltener. Zu flexibel?

SHAQIRI, PIZARRO: Der Schweizer und der Peruaner sind Joker in Top-Spielen, wenn’s nicht läuft. In der Bundesliga bekommen sie mehr Einsatzzeit, sollen Ribéry/Robben (Shaqiri) und Mandzukic (Pizarro) zu Pausen verhelfen.

VAN BUYTEN, CONTENTO: Sie sind noch eine Stufe unter den ersten beiden Reserve-Gruppen. Van Buyten (10 Bundesliga-Einsätze) kämpft um einen neuen Vertrag, Contento (9) aktuell mit einer Bänderverletzung im Sprunggelenk. Am Linksverteidiger, dem einzigen Alaba-Ersatz, soll der SSC Neapel interessiert sein.

HÖJBJERG, SCHÖPF, GREEN: Die Nachwuchsabteilung, zu der auch noch Weiser und Weihrauch gehören. Ihre Stunde kommt noch, bisher hatte der Däne Höjbjerg noch die meisten Schnupper-Einsätze (3). Green holte sich unter der Woche bei Jürgen Klinsmann Spielpraxis. Der 18-Jährige debütierte in der US-Nationalelf.

 

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