Vogelzählung in Bayern und Deutschland Das ist der häufigste Vogel in München

Gehören zu den häufigsten Vögeln in München: Spatz (l.o.), Blaumeise (l.u.), Kohlmeise (m.), Rabenkrähe (r.o.) und Amsel (r.u.). Foto: dpa

Bei der Zählaktion „Stunde der Wintervögel“ von Landesbund für Vogelschutz und Naturschutzbund wurden in den Gärten München und Bayerns nach den häufigsten Vögeln gesichtet. Sehen Sie hier, wer die Nummer eins ist.

München - Über 1.900 Menschen nahmen in München an der Aktion teil und zählten insgesamt 32.422 Vögel in der Landeshauptstadt. Dabei am häufigsten gesichtet: die Kohlmeise (5.828 mal gesehen). Eas Entspricht einem Schnitt von 4,2 Kohlmeisen pro Garten, in denen der kleine Singvogel zu 88,5 Prozent vertreten ist. Zweiter wurde die Amsel mit 4.507 Sichtungen, die zwar prozentual noch häufiger in den Gärten anzutreffen ist (89,8 %), aber mit einer Schwarmgröße von 3,7 hinter der Kohlmeise (4,8) liegt.

Den dritten Platz belegte die Blaumeise (2.910). In den Münchner Top Fünf sind zudem die als Vierter die Rabenkrähe (2.618) und auf Rang fünf der als Spatz besser bekannte Haussperling (1.603 ) vertreten. Danach folgen Grünfink, Saatkrähe, Feldsperling, Buchfink und Buntspecht.

Insgesamt nahmen in Bayern 22.000 Menschen an der Aktion teil und zählten 550.000 Vögel, im Schnitt 37 pro Garten. Auch im Freistaat war die Kohlmeise der meistgesichtete Vogel (75.973). In einem bis zum Schluss spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen sicherte sich schließlich die Kohlmeiste den Spitzenplatz vor dem Vorjahressieger Feldsperling (74.109). Aufgrund des milden Wetters im gesamten Vorjahr haben viele Kohlmeise drei Mal gebrütet und konnte ihre Bruten auch erfolgreich aufziehen.

Zudem wurden so viele Zaunkönige wie noch nie gesehen (1.793). Durch den milden Winter im vergangenen Jahr haben die Vögel in München und in ganz Bayern profitiert. Deutschlandweit ist aber der Spatz der am häufigsten gezählte Vogel - vor der Kohlmeise.

Die Zählung „Stunde der Wintervögel“ fand vom 9. bis 11. Januar statt. Die Teilnehmer waren dazu aufgerufen, die Vögel in diesem Zeitraum in ihrem Garten oder einem Park zu zählen und ihre Beobachtungen an den Landesbund für Vogelschutz oder den Naturschutzbund weiterzuleiten. Unter allen Mitmachenden wurden Preise verlost. Die Aktion soll dabei helfen, mehr über das Verhalten und die Anzahl der Wintervögel in Deutschland herauszufinden. Zudem sollen vor allem Kinder durch die Zählaktion ermuntert werden, sich mehr mit den einheimischen Vogelarten zu beschäftigen.

 

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