Vi Vadi Rustico Steinofenpizzen im urbayerischen Wirtshaus

Der Espresso ist eine Besonderheit: Die Wirte haben ihre eigene Bohnenmischung kreiert – die „Linea Nera“. Foto: Gregor Feindt

Die Inhaber des „Vi Vadi“ in der Marsstraße haben das „Bräustüberl Zum Spaten“ ein paar Meter weiter übernommen. Im „Vi Vadi Rustico“ gibt es bayerischen Charme und italienische Küche.

Auf den ersten Blick hat sich hier nicht viel verändert. Das rustikale Spaten-Mobiliar steht nach wie vor im ehemaligen „Bräustüberl“ in der Maxvorstadt, und wenn man nicht weiß, dass die roten Wände vorher nicht rot waren, man würde sie dort zumindest vermuten, sind sie doch in exakt dem Farbton des Brauerei-Logos gehalten. Nur der Bildschirm am Ende des Raumes passt nicht so recht in dieses urbayerische Milieu. Darauf läuft in Endlosschleife: ein Kaminfeuer.

Am Ende ist das Bräustüberl in der Marsstraße 16 aber immer noch das Bräustüberl. Nur die Wirte sind jetzt andere, und mit ihnen hat sich natürlich auch die Speisekarte ein wenig verändert.

Franco Curabba und Gio Castronovo stammen aus Sizilien. Seit 1999 führen sie das „Vi Vadi“ in der Marsstraße 6, ein kleines Restaurant mit klassisch-italienischer Küche und halbwegs moderaten Preisen. Nun haben sie expandiert und das ehemalige Bräustüberl als „Vi Vadi Rustico“ neu eröffnet. „Den Stil der Wirtschaft wollten wir erhalten“, sagt Curabba. „Deswegen gibt es hier auch keine Tischdecken und eine ziemlich lockere Atmosphäre.“ Das Rustico sei anders als das reguläre Vi Vadi kein Speiselokal. „Wer nichts essen möchte, muss das auch nicht tun.“ So, wie sich das für eine bayerische Wirtschaft eben gehört.

Die Halbe Spaten-Helle gibt es im Rustico für 3,50 Euro, ein Franziskaner Weißbier aus dem Fass für 3,80 Euro. Wer essen möchte, kann etwa eine Pizza aus dem Steinofen ordern. Die hat einen stattlichen Durchmesser von 32 Zentimetern und ist für 6,90 bis 10,50 Euro zu haben. Die Spaghetti Bolognese gibt es für 7,90 Euro, der Risotto Rustico (mit Rinderfilet und Parmesanstreifen) für 11,50 Euro. Wer es feiner mag, bestellt den Wildlachs in Weißwein-Zitronensoße für 15,90 Euro oder das Rinderfilet für 26,90 Euro.

Mit ihrer dreimal die Woche wechselnden Mittagskarte und Preisen unter 10 Euro wollen Curabba und Castronovo die arbeitende Bevölkerung im Bahnhofsviertel ansprechen. Die Penne mit Artischocken und Sahnesoße kosteten neulich 7,90 Euro, ein Leberkäs (mit Pommes!) 8,90 Euro. Eine einfache Küche zu einfachen Preisen, auch das ist Teil des Konzepts im italienischen Bräustüberl.

Marsstraße 16, Mo. bis Sa. 11.30 – 23.30 Uhr, Tel.: 54 88 57 20

 

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