"Versuchen, mit dem Trainer zu reden" FC Bayern: Kovac hofft auf Brasilien-Pause für Coutinho

Philippe Coutinho ist bis zum Saisonende vom FC Barcelona an den FC Bayern ausgeliehen. Foto: imago images / ZUMA Press

Niko Kovac hofft auf eine Pause für Philippe Coutinho bei der kommenden Länderspielpause. "Er muss nicht wieder zweimal 90 Minuten spielen", sagt der Trainer des FC Bayern.

 

München - Zwei Wochen noch, dann steht schon wieder die nächste Länderspielpause an. Auch Philippe Coutinho wurde von Trainer Tite erneut für die brasilianische Nationalmannschaft berufen. Für die Selecao geht es am 15. November in Saudi-Arabien gegen Erzfeind Argentinien, vier Tage später treffen die Brasilianer in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf Südkorea.

Ein straffes Programm für den Bayern-Spielmacher, der bei seinen vergangenen Auftritten teils überspielt wirkte. Trainer Niko Kovac hofft deshalb, dass sein Mittelfeld-Star bei der kommenden Länderspielreise geschont wird. "Man darf nicht vergessen, dass er später reingekommen ist. Dazu kommen die ganzen Reisen mit der Nationalmannschaft, wo er auch viel gespielt hat. Jetzt werden wir schauen, dass wir ihn frisch bekommen und dass er die nächste Länderspielreise vielleicht nicht so mitmacht, wie er sie eigentlich mitmachen muss", sagte Niko Kovac am Montag bei der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel beim VfL Bochum am Dienstagabend (20 Uhr, Sky, Sport1 und im AZ-Liveticker).

Kovac: "Er kann ja mitfliegen, aber..."

Einen kompletten Verzicht auf die Länderspielreise fordert Kovac derweil nicht. "Er kann ja mitfliegen, aber er muss nicht wieder zweimal 90 Minuten spielen. Es wäre gut, wenn er dort seinen Einsatz bekommt. Das möchte auch jeder Spieler, aber er muss nicht unbedingt wieder zweimal spielen. Da müssen wir auch versuchen, mit dem Nationaltrainer zu reden", sagte der Coach, der mit Coutinhos bisherigen Leistungen "sehr, sehr zufrieden ist".

Dass die 27-jährige Barca-Leihgabe zuletzt eher unauffällig agierte, hat für Kovac auch mit dessen Arbeitsmoral zu tun. "Philippe ist ein Mensch und auch ein Spieler, der sich selbst sehr in den Dienst der Mannschaft stellt. Viele erwarten von ihm Zauberdinge, die er im Training auch immer wieder zeigt. Wie viel er defensiv macht, bekommen viele gar nicht mit. In der Offensive fehlt ihm noch das Quäntchen Glück, weil bei seinen Fernschüssen oft ein Fuß dazwischen ist."

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass die Bayern bei einem ihrer Stars auf eine Pause während der Länderspielreise hoffen. Zuletzt musste der angeschlagene Lucas Hernández zur französischen Nationalmannschaft reisen und absolvierte entgegen des Rats von Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt eine Partie. Dass Frankreich-Coach Didier Deschamps nicht auf eine Nominierung des Abwehrspielers verzichtete, sorgte für Zündstoff zwischen Verein und Verband.

 

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