Stundenlange Behinderungen Stromausfall nach Brand sorgt für Chaos am Hauptbahnhof!

, aktualisiert am 17.11.2019 - 15:07 Uhr
Die Feuerwehr beim Einsatz an der Trafostation. Foto: Berufsfeuerwehr München

Ein Brand einer Trafostation hat am Samstagmorgen für massive Probleme bei der Bahn geführt. Am Hauptbahnhof kam es teilweise zum Erliegen der Zugverbindungen, viele S-Bahnhöfe blieben dunkel.

 

München - Kein guter Wochenendstart für Bahnkunden am Münchner Hauptbahnhof: Nach dem Brand einer Trafostation an der Donnersberger Brücke kam es am Samstagmorgen zu massiven Behinderungen im Bahnverkehr.

Wie eine Bahn-Sprecher der AZ mitteilte, war von dem Brand auch ein Stellwerk und das ICE-Werk an der Donnersberger Brücke betroffen. Deswegen konnten viele Züge nicht bereitgestellt werden. Teile der Abstellgleise rund um den Hauptbahnhof waren ebenfalls betroffen. Es kam zu Verspätungen und Ausfällen im Regional- und Fernverkehr.

Stromausfall am Hauptbahnhof: Fern- und Regionalverkehr betroffen

Der Brand in der Trafostation sorgte außerdem für dunkle S-Bahnhöfe: Die Beleuchtung an sämtlichen S-Bahnhöfen vom Hauptbahnhof bis Pasing fiel aus, ebenso gingen alle Rolltreppen in diesem Bereich nicht. Die Münchner Feuerwehr war im Einsatz, um notdürftig auszuleuchten und Passagieren über Treppen zu helfen. Der Brand an sich war laut einem Feuerwehrsprecher schnell gelöscht, verletzt wurde niemand.

Alle oberirdischen Bahnhöfe der S-Bahn waren aber ebenso wie der Hauptbahnhof von dem Stromausfall betroffen. Hier funktionierten auch keine Zugzielanzeiger. 

Stromausfall nach Brand: S-Bahnhöfe dunkel

Die S-Bahnen selbst waren zumindest auf der Stammstrecke nicht betroffen, der Strom für die Züge läuft hier über eine andere Leitung als der für die Infrastruktur, so die Sprecherin.

Das Beleuchtungsproblem war zwar mit Sonnenaufgang nach kurzer Zeit wieder behoben, die Auswirkungen auf den Bahnverkehr jedoch nicht: Laut Bahn war das Stellwerk zwar um die Mittagszeit wieder an den Strom angeschlossen, bis zum Nachmittag kam es allerdings noch zu Folgeverzögerungen und einzelnen Zugausfällen.

Betroffen waren unter anderem die ICE-Verbindungen nach Berlin, Hamburg und Dortmund, der TGV nach Paris, die EC-Züge nach Zürich und die Züge nach Stuttgart.

Kritik vom Fahrgastverband "Pro Bahn"

Der Fahrgastverband "Pro Bahn" kritisierte das Notfallmanagement der Bahn als "mangelhaft". Sprecher Andreas Barth sagte, er erwarte, dass die Bahn es schaffe, die wichtigsten Stellwerke so abzusichern, dass der Betrieb auch dann weitergehen kann, wenn es ein Malheur in der Stromversorgung gibt.

Ein Sprecher der Bahn entgegnete, die Notfallversorgung habe "durchaus funktioniert". Selbstverständlich gebe es für alle sicherheitsrelevanten Systeme Ersatzmechanismen.

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