Verletzung am Sprunggelenk Schock für FC Bayern: Alaba fällt bis Januar aus

David Alaba muss länger pausieren. Foto: dpa

Pep Guardiola muss die nächsten personellen Rückschläge verkraften. David Alaba fehlt dem FC Bayern bis Januar, weitere Stars verpassen das Gladbach-Spiel.

 

München - Auf Pierre-Emile Höjbjerg ist Pep Guardiola seit zwei Wochen nicht gut zu sprechen. Am 21. November hatte der Bayern-Profi, seit August letzten Jahres bis Saisonende an den FC Schalke ausgeliehen, David Alaba rüde gefoult. Der Österreicher musste noch während jenes 3:1 der Bayern auf Schalke in der 83. Minute humpelnd in die Kabine gebracht werden, erlitt eine Kapselverletzung am Sprunggelenk. Gleich nach dem Foul zeigte Guardiola seinem ehemaligen Spieler ironisch den erhobenen Daumen, klatschte demonstrativ in die Hände – nach dem Motto: Das hast du ja toll gemacht, Pierre-Emile.

Seit gestern steht fest: Alaba, der schon die Partien gegen Piräus und Hertha verpasst hatte, wird 2015 nicht mehr spielen können. Die Kapselverletzung stellte sich doch schwerwiegender heraus als zunächst gedacht – obwohl der 23-Jährige letzten Freitag Teile des Mannschaftstrainings absolviert hatte. „Wir dachten, er fehlt nur kurze Zeit“, sagte Guardiola auf AZ-Nachfrage, nun jedoch „bis zur Winterpause“. Der Bayern-Trainer: „Ich hoffe, dass er Anfang des Jahres wieder mit uns trainieren kann.“ Ob er denn enttäuscht sei über Höjbjerg? Gar richtig sauer auf den Dänen? „Ein bisschen sauer.“ Es sprach der diplomatische Pep.

Mittelfeldspieler Joshua Kimmich steht nach seiner Grippe wieder zur Verfügung. Und auch Franck Ribéry kehrt nach neun Monaten Verletzungspause völlig überraschend in den Kader zurück. Mario Götze indes (Muskelsehnenausriss im Bereich der Adduktoren) fällt bis Januar aus. Damit fehlen Guardiola am Samstag (15.30 Uhr, Sky live) gegen Gladbach neben Alaba vier weitere Profis. Die Übersicht:

Douglas Costa: Auch den Brasilianer hat es im Champions-League-Spiel gegen Piräus (4:0) schlimmer erwischt als zunächst vermutet. Der 25-Jährige leidet an einer hartnäckigen Oberschenkelzerrung. Costa könne „vielleicht“ noch im letzten Spiel vor der Winterpause eingesetzt werden, am 19. Dezember in Hannover.

Arjen Robben: Auch im Fall des Niederländers erhielt Guardiola schlechte Nachrichten – nicht von der medizinischen Abteilung, sondern von Robben selbst. Der Bayern-Coach: „Arjen kennt seinen Körper. Wenn er sagt, er ist nicht fit, dann ist er nicht fit.“ Robben (31) war wie Costa gegen Piräus als „Vorsichtsmaßnahme“ ausgewechselt worden, ihn plagen Wadenprobleme. Wann er wieder einsatzbereit ist? Guardiola: „Ich weiß es nicht.“

Thiago: Der Mittelfeldspieler (24) schuftet nach seiner Kapselverletzung im Knie für sein Comeback, will nächste Woche wieder ins Teamtraining zurückkehren. „Ihm geht es viel besser“, sagte Guardiola, „wir wollen kein Risiko eingehen, aber vielleicht kommt er vor der Winterpause.“ Ziel: das Spiel gegen Ingolstadt (12.12.).

Juan Bernat: Der 22-jährige Linksverteidiger müsste eigentlich Alaba vertreten, ist aber nach seinem Muskelbündelriss noch nicht so weit. Guardiola: „Juan läuft ohne Schmerzen, hatte auch schon Ballkontakte. Vielleicht kann er gegen Darmstadt (im Pokal am 15.12., d.Red.) oder Hannover spielen.“

 

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