Verletzter Münchner schuld? Waldbrand am Jochberg: 100 Hektar in Flammen!

, aktualisiert am 01.01.2017 - 11:56 Uhr
Zwei Münchner haben am Jochberg ein Inferno ausgelöst. Die Bilder vom Waldbrand. Foto: dpa

Ein Bergwanderer verunglückte nachts auf dem Jochberg - und hatte offenbar Feuer gemacht. Dieses geriet außer Kontrolle - mittlerweile brennen Hundert Hektar Wald und Wiesen.

 

Kochel am See - Der 32-Jährige war zur Silvesternacht mit einem 36 Jahre alten Freund auf den Jochberg bei Bad Tölz gestiegen, um dort den Jahreswechsel zu feiern und das Feuerwerk in Kochel anzuschauen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die beiden stammen aus München.

Kurz nach Mitternacht stürzte der Mann aus zunächst unbekannter Ursache etwa hundert Meter ab, brach sich ein Bein und rief mit seinem Handy um Hilfe. Zunächst hieß es, der Mann habe, um zusätzlich auf sich aufmerksam zu machen, auch noch eine Art Signalfeuer angezündet. Möglicherweise hatten die beiden Münchner aber auch schon vor dem Sturz ein Lagerfeuer gemacht. Dies ermittelt derzeit die Polizei. Rettungskräfte brachten den Verletzten noch in der Nacht ins Unfallkrankenhaus Murnau.

"Ich glaube, alles was einen Schlauch hat, ist vor Ort"

Das Feuer allerdings geriet außer Kontrolle und setzte zunächst eine Fläche von zehn Hektar Wald und Wiese in Brand. Weil das Gelände schwer zugänglich und der Wald extrem trocken ist, hat sich das Feuer mittlerweile auf 100 Hektar ausgebreitet. Es sind mehrere Löschhubschrauber im Einsatz, auch aus Österreich. "Ich glaube, alles was einen Schlauch hat, ist vor Ort", sagte ein Polizeisprecher. "Noch am Vormittag war der Rauch schon von rund zehn Kilometern aus zu sehen."

Die Kesselbergstraße ist vollgesperrt, die Löscharbeiten werden noch länger andauern. Wegen des Waldbrandes wird Wanderern und anderen Bergsportlern dringend geraten, von Unternehmungen im Umkreis des Jochberggebietes abzusehen. Das Luftfahrtbundesamt hat zudem eine Flugverbotszone über dem betroffenen Gebiet eingerichtet, um die Löscharbeiten mit Hubschraubern nicht zu behindern.

 

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