Ver.di und MVG einigen sich Neuer Tarifvertrag: Mehr Geld, gleiche Arbeitszeit

Am Dienstag streikten die Trambahnfahrer. Foto: dpa

Die Gewerkschaft ver.di und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sind zu einer Einigung gekommen. Die Löhne steigen, während die Arbeitszeit nicht erhöht wird.

 

München - In der fünften Verhandlungsrunde konnte die Gewerkschaft ver.di mit der MVG zu einer Einigung kommen.

Ursprünglich wollte die Geschäftsführung der MVG eine Einkommenserhöhung mit einer längeren Arbeitszeit verknüpfen. Das erschwerte die Verhandlungen. Die Gewerkschaft hatte deshalb im Juli und zuletzt am vergangenen Dienstag zu Warnstreiks aufgerufen. Was letztlich auch zum Erfolg führte, denn die Arbeitszeit wird nicht erhöht.

"Das ist ein sehr erfolgreicher Tarifabschluss mit dem ich überaus zufrieden bin. Vor allem wenn ich mit bedenke, dass wir die Einkommen aus arbeitsmarktpolitischen Gründen zum 01.01.2017 auch schon um rund 3 % erhöhen konnten. In der Summe sind das rund 8,5 % in zwei Jahren. Ich hoffe sehr, dass es mit der neuen Entlohnung gelingt ausreichend und gut qualifiziertes Fahrpersonal zu gewinnen", gibt sich ver.di-Verhandlungsführer Franz Schütz zufrieden.

Im Detail sieht die Tarifeinigung Folgendes vor:

  • 1. Es gibt keine Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Stunden.
  • 2. Die Löhne werden rückwirkend zum 01. Juli 2017 um 2,5 Prozent und zum 01. Juli 2018 um weitere 3 Prozent erhöht.
  • 3. Die Beträge für Schicht- und Wechselschichtzulagen werden entsprechend der Prozentwerte der Lohnerhöhung erhöht.
  • 4. Für sogenannte geteilte Dienste wird die Zulage von 5 Euro auf 10 Euro erhöht.
  • 5. Lehrfahrer: Die für den Einsatz als Lehrfahrer anfallenden Stunden werden mit 6 Prozent des auf eine Stunde anfallenden Entgelts vergütet.
  • 6. Verbesserung bei der Berechnung der Urlaubsdauer: Ab einer Einstellung ab 01. Januar 2017 erhält der Mitarbeiter bei einer Erfüllung von zwei Jahren Betriebszugehörigkeit im ersten Halbjahr im Kalenderjahr den vollen Anspruch (28 Tage), bei einer Erfüllung von zwei Jahren Betriebszugehörigkeit im zweiten Halbjahr einen Urlaubstag mehr.
  • 7. Entgeltumwandlung – Altersvorsorge: Der Betrag von 50 Euro erhöht sich auf 75 Euro, wenn der Arbeitnehmer im Rahmen der Entgeltumwandlung mindestens einen Eigenbetrag von zusätzlich 25 Euro je Monat leistet.
  • 8. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate. Er gilt demnach mindestens bis zum 30. Juni 2019.

Lesen Sie auch - Fußball und Wiesn: Am Samstag wird's (mal wieder) eng

 

1 Kommentar

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading