Unterspültes Flussufer Münchner Feuerwehr warnt: "Lebensgefahr auf der Isar"

Hier soll keiner mehr baden: Hochwasser am Montag an der Isar. Foto: Daniel von Loeper

Nach den heftigen Regenfällen ist der Pegel der Isar inzwischen zwar gesunken. Trotzdem ruft die Feuerwehr dazu auf, Wassersportaktivitäten zu meiden.

 

München - Noch immer sind die Nachwirkungen der heftigen Regenfälle an der Isar zu spüren. Dort ist der Wasserstand zwar inzwischen gesunken. Trotzdem besteht nach Angaben der Feuerwehr vom Dienstag weiterhin "Lebensgefahr auf der Isar".

Es bestehe an der Isar weiterhin "erhöhte Gefahr durch Treibgut und starke Fließgeschwindigkeit", twitterte die Feuerwehr, die unmissverständlich dazu aufruft, die Isar für Wassersportaktivitäten zu meiden.

Wasserwacht warnt vor Schlauchbootfahren auf der Isar

Am Montagmittag war das Wasser an der Isar noch 2,73 Meter hoch  -  am einzigen Münchner Messpunkt des Hochwassernachrichtendienstes in der Nähe des Müllerschen Volksbades. "Meldestufe eins ist überschritten", sagte Daniela Haupt, Sprecherin der Münchner Wasserwacht, zum Stand am Montag.

Das ist zwar lange nicht so hoch wie bei den Regenfällen vor einigen Wochen. Damals hatte die Isar lange Zeit deutlich mehr als fünf Meter Wasserhöhe. Doch 2,73 Meter sind auch deutlich mehr als der Normalpegel, noch vor zwei Tagen: etwa 80 Zentimeter. "Gerade die Isarnähe ist zur Zeit sehr gefährlich", sagte Haupt am Montag. Denn in Ufernähe, wo sich die Münchner noch Freitag sonnen konnten, herrsche momentan die Flut.

Wegen Hochwasser: Obachlosenlager geräumt

Haupt warnte vor den kaum sichtbaren Tücken: "Auch wer nur kurz ins Wasser steigt, kann auf unterspültes Ufer treten, das dann wegbricht. Und schon treibt man im Fluss." Vor allem Kinder seien hier gefährdet. Und: "Das Wasser ist braun, es befindet sich viel Treibgut darin. Wir raten derzeit dringend davon ab, auf der Isar Schlauchboot zu fahren."

An der Reichenbachbrücke hat die Stadt am Montag wegen des Hochwassers ein Obdachlosenlager geräumt.

Aktueller Wasserstand unter www.hnd.bayern.de

 

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