Unmoralische Angebote Weltmeister-Liga zittert um ihre Stars

Von links: Christoph Kramer, Ilkay Gündogan und Leroy Sané. Foto: dpa

Wenn das Wintertransferfenster öffnet, würden sich einige Klubverantwortliche am liebsten im Keller einschließen. Besonders Borussia Dortmund und Schalke 04 sind täglich mit neuen Spekulationen konfrontiert.

 

München - Die Angebote sind unmoralisch. Angeblich 57 Millionen Euro für Pierre-Emerick Aubameyang, 55 für Leroy Sané, 30 für Ilkay Gündogan, 15 für Christoph Kramer und Granit Xhaka.

Wenn sich die Bundesliga-Manager bis zum 1. Februar nicht die Augen und Ohren zuhalten, ist die "Weltmeister-Liga" zu Beginn der Rückrunde um einige Stars ärmer.

Ins Reich der Fabeln sind die Transfergerüchte spätestens seit dem Rekord-Wechsel von Kevin De Bruyne nicht mehr zu verweisen. Schließlich wissen die Engländer gar nicht mehr, wohin mit ihren Millionen.

Das jüngste Beispiel dafür ist das Werben des viermaligen Meisters Manchester City um Leroy Sané vom FC Schalke 04. Obwohl der 19-Jährige gerade einmal 31 Bundesligapartien und ein Länderspiel für Deutschland auf dem Buckel hat, wollen die Scheichs in der Chefetage der Citizens nach einem der Bericht der "Bild"-Zeitung die Wahnsinns-Summe von 55 Millionen Euro nach Gelsenkirchen überweisen - "nur" 25 Millionen weniger, als für De Bruyne an den VfL Wolfsburg geflossen sind.

Sollten die Königsblauen tatsächlich ein Angebot in dieser Höhe erhalten, dürfte das Wort von Noch-Manager Horst Heldt ("Selbst ManCity hat nicht genug Geld, um Leroy zu kaufen") keine Gültigkeit mehr besitzen.

Schließlich wäre der Offensivspieler, der noch bis 2019 bei Schalke unter Vertrag steht, damit der teuerste deutsche Spieler jemals. Sané würde Mesut Özil ablösen. Für den Weltmeister zahlte der FC Arsenal vor zweieinhalb Jahren 50 Millionen Euro an Real Madrid. Und obwohl Özil derzeit der überragende Spieler beim Spitzenreiter der Premier League ist, soll Torjäger Aubameyang von Borussia Dortmund den Gunners noch sieben Millionen Euro mehr wert sein.

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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke steckte vorsorglich schon mal die Verhandlungsparameter ab. "Zunächst einmal hat er einen Vertrag bis Ende Juni 2020", sagte der 56-Jährige - um gleichzeitig aber klar zu machen, dass niemand unverkäuflich ist. Auch nicht der Gabuner, der in der Hinrunde 18 Tore erzielt hat.

"Man darf nie den Fehler machen, zu glauben, dass ein Verein wie der BVB von einem Spieler abhängig ist. Wir sind von keinem abhängig", sagte Watzke: "Als Robert Lewandowski gegangen ist, haben wir auch einen gefunden - und der hat jetzt sogar drei Tore mehr als Lewi auf dem Konto. Wir sind mittlerweile so gut aufgestellt, dass wir immer wieder Ersatzlösungen anbieten können."

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Das gilt sicher auch mit Blick auf Ilkay Gündogan. Der italienische Rekordmeister Juventus Turin hat zuletzt seine Bemühungen um den Nationalspieler intensiviert. Laut eines Berichts der "Gazzetta dello Sport" ist Juve bereit, 30 Millionen Euro für den 25 Jahre alten Mittelfeldspieler zu zahlen. Schließlich gilt Gündogan als Wunschspieler von Trainer Massimiliano Allegri.

Doch auch andere europäische Top-Klubs sollen an Gündogan dran sein. Dazu gehört - wie sollte es anders sein - Manchester City mit seinem designierten neuen Trainer Pep Guardiola. Neben Juve hat auch der SSC Neapel seine Fühler über die Alpen ausgestreckt.

Wie der "Corriere dello Sport" schreibt, stünden 15 Millionen Euro für Weltmeister Christoph Kramer von Bayer Leverkusen bereit. Und falls der Transfer nicht klappt, könnte das Geld auch für den Schweizer Granit Xhaka an Borussia Mönchengladbach überwiesen werden.

 

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