Umbau 2018 Mehr Komfort, weniger Plätze: Das Arri wird zum Luxuskino

Nach dem Umbau wird’s nur noch halb so viele Plätze im Kinosaal geben. Foto: Arri

Das Arri Kino wird um zwei weitere Säle erweitert. Der neue Betreiber verspricht: weniger Plätze, dafür mehr Komfort. Gezeigt werden sollen nicht mehr nur klassische Kinofilme.+

München/Maxvorstadt - Die Füße hochlegen, gemütlich im Sessel fläzen und während des Films ein Getränk bestellen: Ein Kinotraum, der schon im Sommer 2018 wahr werden soll. Denn das Arri Kino in der Türkenstraße schließt im Januar und soll zum Luxuskino umgebaut und erweitert werden. Der größte Saal wird mit Balkon 360 Plätze haben.

Er entsteht im Hochparterre in der Rambergstraße 1, wo derzeit ein Aufnahmestudio ist. Das jetzige Kino wird renoviert und auf die Hälfte der Plätze reduziert. Der neue Kinobetreiber Hans-Joachim Flebbe erklärt: "Die Sessel sind breiter und die Gäste können die Füße hochlegen. Deshalb wird es weniger Plätze, aber deutlich mehr Komfort geben."

Auch Opern und Sport werden gezeigt

Ein kleines, neues Kino mit etwa 70 bis 80 Plätzen entsteht im Untergeschoss – die "Bibliothek". Es soll mit Büchern eingerichtet sein. Die Technik? Nur das Beste und Neuste. "Kino und Arri gehören zusammen. Diese Tradition möchten wir erhalten und gleichzeitig mit innovativer Technik die Zukunft gestalten", sagt ein Arri-Sprecher.

Gezeigt werden aktuelle Mainstream- und Arthouse-Filme, aber auch Klassiker sowie Liveübertragungen von Opern und Sport. Matineen und Mittagsvorstellungen richten sich an ein älteres Publikum. Die Nachmittagsvorstellungen sind für Kinder und Jugendliche. Der neue Betreiber Hans-Joachim Flebbe hat die Cinemaxx-Gruppe gegründet und betreibt einige mittlerweile gehobene Kinos.

Umbau ab Januar 2018

In München hatte er lange nach einem Standort für seinen gehobenen Kinotraum gesucht. Bisher hat er ihn nur im Kleinen in der Astor Film Lounge mit ihren 40 Plätzen im Hotel Bayerischer Hof verwirklicht. Kurzzeitig war bei Arri im Gespräch, den Standort in der Türkenstraße ganz aufzugeben, da der Weltmarktführer für Kamera- und Filmausrüstung seinen Sitz in ein Medienzentrum in der Parkstadt Schwabing verlegt.

Jetzt der Paukenschlag: Das Kino bleibt und wird größer. Auch das Arri-Betriebsrestaurant soll renoviert und aufgewertet werden und künftig für Gäste offen sein. Erhalten bleibt dem Kino auch der bisherige Betreiber Christoph Ott und sein Team. "Er wird weiter im Arri das Programm machen, den Kontakt in die Kinoszene halten und Veranstaltungen organisieren", sagt Flebbe.

Spätestens im Januar 2018 soll der Umbau beginnen. "Weil die Gespräche mit den Behörden sehr gut laufen, können wir vielleicht schon im Herbst mit dem Um- und Ausbau starten", sagt Flebbe. Etwa ein halbes Jahr wird das Kino dann geschlossen sein. Ab Sommer 2018 heißt’s laut Flebbe dann "Film ab!" im Luxuskino.

 

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