Überlebenskampf in der 3. Liga Corona-Krise: Auch der TSV 1860 beantragt Kurzarbeit

, aktualisiert am 02.04.2020 - 12:29 Uhr
Komplett verwaist: An der Geschäftsstelle des TSV 1860 ist wegen des Coronavirus' aktuell so gut wie nichts los. Foto: firo/Augenklick

Lange wurde darüber diskutiert, nun ist es offiziell: Auch der TSV 1860 geht aufgrund der Corona-Krise in Kurzarbeit.

 

München - Um seine Fixkosten während der Corona-Krise zu senken, hat nun auch der TSV 1860 Kurzarbeit beantragt. Das gaben die Löwen am Donnerstag bekannt.

"Wir haben kurzfristig ein Modell erarbeitet, dass aus Kurzarbeitergeld besteht und einer freiwilligen Aufstockung der KGaA. Unser Ziel ist es, dass alle Mitarbeiter ihre Existenz sichern können", erklärte Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel.

KGaA stockt Gehalt wohl auf 80 Prozent auf

Wie hoch genau der Prozentsatz ist, der von der KGaA aufgestockt wird, sagte der Österreicher nicht. Das Arbeitsamt übernimmt als Kostenträger 60 beziehungsweise bei Arbeitnehmern mit Kind 67 Prozent des bisherigen Gehalts. Wie aus dem Vereinsumfeld zu hören ist, wird dieser Anteil vom Klub auf 80 Prozent aufgestockt.

Sechzig ist bereits der 18. Drittliga-Klub, der seine Angestellten in Kurzarbeit schicken muss. Einzig die SpVgg Unterhaching und die Amateure des FC Bayern können die Gehaltskosten noch aus eigener Kraft stemmen.

Im Vergleich zu anderen Klubs ließen sich die Löwen relativ lange Zeit mit ihrer Entscheidungsfindung. Aus guten Gründen, wie Gorenzel erklärt. "Es war uns dabei wichtig, als Team aufzutreten. Es hat daher auch länger gedauert als bei anderen Vereinen, da wir alle Mitarbeiter mitnehmen wollten. Wir wollten verhindern, die Dinge nur von oben herab zu entscheiden", sagte der Sport-Geschäftsführer. "Alle Mitarbeiter müssen in Zeiten wie diesen leider auf Geld verzichten."

3. Liga: Existenz zahlreicher Klubs bedroht

Nötig ist diese Maßnahme aufgrund der Corona-bedingten Saisonunterbrechung. Die 3. Liga pausiert mittlerweile seit knapp drei Wochen, der Spielbetrieb soll frühestens im Mai wieder aufgenommen werden. Den Klubs der 3. Liga entstehen dadurch teils existenzbedrohende Verluste bei den Einnahmen.

 

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