"Typisch münchnerisch" Kein April-Scherz: CSU will Dienst-Dackel für die U-Bahn-Wache

Tierische Unterstützung für die Münchner U-Bahnwache: Diese Mitteilung der MVG stellte sich schnell als April-Scherz heraus. Foto: Marcus Schlaf/Stadtwerke München MVG/dpa

Dass die U-Bahn-Wache künftig tierische Unterstützung bekommt, war eigentlich bloß ein April-Scherz der MVG. Doch jetzt greift die CSU im Münchner Rathaus die Idee der Dienst-Dackel auf. Ganz ohne Witz.

München - Eigentlich waren die Dienst-Dackel für die Münchner U-Bahn-Wache nur ein Aprilscherz. Doch daraus könnte, zumindest wenn es nach der CSU geht, möglicherweise mehr werden.

Die MVG hatte zum 1. April gemeldet, dass die U-Bahn-Wache künftig tierische Unterstützung bekommt. Die beiden Dackeldamen Cathi und Vroni sollen dem Bericht nach bei großen Events wie Fußballspielen und der Wiesn deeskalierend wirken. Im Ernstfall müssten die Dackel aber auch Personen stellen oder verfolgen. Und da wird's schon schwierig mit den kurzen Beinen – schnell war deshalb klar: Bei den Dienst-Dackeln handelte es sich lediglich um einen April-Scherz

CSU: Dackel als Streifenhunde für U-Bahn-Wache geeignet

Doch jetzt legt die CSU im Münchner Rathaus nach – und meint es offensichtlich ernst.

Unter dem Motto "Schluss mit lustig – U-Bahn-Wache geht mit Dackeln auf Streife!" hat die Fraktion einen Antrag gestellt. Darin heißt es: "Die Münchner U-Bahn-Wache wird mit Dienst-Dackeln ausgestattet! Dem Stadtrat wird ein Konzept vorgelegt, wie die Dackel in den Streifendienst der U-Bahnwache integriert werden." 

Dackel vom Wesen her "liebenswert"

Zur Begründung ihres Antrags schreibt die Fraktion: "Was als medialer Aprilscherz begann, gereicht dem Ideengeber nun zur Ehre." Und weiter: "Wir sind der Überzeugung, dass gerade Dackel als Streifenhunde für die U-Bahnwache sehr gut geeignet sind". Denn: "Sie sind typisch münchnerisch, ein echter Sympathieträger und können in jeder Hinsicht zur Deeskalation beitragen." 

Vom Wesen her seien die Dackel "liebenswert", sie könnten aber auch "sehr streitsam" sein, sollte die Situation aus dem Ruder laufen, heißt es weiter in dem Antrag, der auf die Initiative der Stadträte Manuel Pretzl und Johann Sauerer zurückgeht. 

 

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