TSV-1860-Transfer Konkurrenzkampf: Neuzugang Mugosa und die Folgen

Der Neue mit der Nummer neun: Stefan Mugosa mit den 1860-Geschäftsführern Markus Rejek (l.) und Noor Basha (r.). Foto: LakoPress

Stefan Mugosa wechselt von Lautern zu 1860. „Er ist fit, ich sehe keinen Bierbauch“, lobt Fröhling. Nun soll er den Stürmern Okotie und Hain Druck machen. „Sie wissen, dass ihnen jemand im Nacken sitzt“

 

München - Endlich, endlich ist er da: der neue Hoffnungsträger des TSV 1860. Mit Stefan Mugosa haben die Löwen die langersehnte Offensiv-Verpflichtung bekanntgegeben. Der 23-jährige Nationalspieler aus Montenegro kommt vom 1. FC Kaiserslautern und hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben. „Er bringt die Qualität mit, die uns helfen wird“, versprach der neue Sportchef Necat Aygün, der von Mugosa viel erwartet. „Kopfballspiel, Torabschluss und für seine Größe ist er sehr schnell“, zählt er als seine Stärken auf.

Für den neuen Sportchef ist es der erste Neuzugang. Nach dem lähmenden Hickhack um den scheidenden Vorgänger Gerhard Poschner kommt endlich wieder Bewegung in den Verein. „Es ist mein Transfer gewesen“, stellte Aygün klar, der sich damit von der Ära Poschner distanzierte. „Kaiserslautern wollte ihn nicht hergeben. Wir haben uns lange bemüht und sind dementsprechend froh, dass es jetzt geklappt hat. Ausschlaggebend war der Wunsch von Mugosa, zu den Löwen zu wechseln“, verriet Aygün. Für Mugosa zahlten die Löwen mehr als 300 000 Euro.

Mugosa, der die Rückennummer 9 bekommt, die zuletzt Rodri trug, wittert seine neue Chance in München. „Nach einem Gespräch mit Trainer und Sportdirektor war mir klar, dass wir auf einer Wellenlänge waren. Ich bin mir sicher, dass ich der Mannschaft helfen kann“, so Mugosa, der beim 1. FC Kaiserslautern nicht mehr zum Einsatz kam. Besser lief es bei Erzgebirge Aue, wo er als Leihspieler in der letzten Rückrunde an der Seite von Bobby Wood auf vier Treffer und zwei Vorlagen kam.

„Er ist noch nicht am Ende seiner Entwicklung“, sagte Fröhling, dessen erklärter Wunschspieler Mugosa ist. „Es war beeindruckend, wie er sich in Aue reingehauen hat.“ Der Trainer lobt die mannschaftsdienliche Art seines neuen Schützlings und dessen Mentalität. „Er hat die Einstellung und richtig Bock auf uns.“ Der 23-Jährige soll den Löwen sofort helfen können. „Er ist fit, er hat die Vorbereitung bei Kaiserslautern mitgemacht. Ich sehe keinen Bierbauch“, stellte Fröhling lachend fest.

Die Verpflichtung ist ein klares Signal an die Null-Tore-Stürmer Rubin Okotie und Stephan Hain, die zwar gesetzt sind, aber nur aufgrund der fehlenden Alternativen. Fröhling baut auf die belebende Wirkung des Konkurrenzkampfes. „Unsere beiden Stürmer wissen jetzt, dass ihnen jemand im Nacken sitzt.“ Mit Mugosa sind die Verpflichtungen aber noch nicht abgeschlossen. „Ein, zwei Spieler kommen noch. Wir sind mittendrin und geben Gas. Bis zum 31. August ist das Transferfenster geöffnet“, sagte Aygün.

Als überraschende Alternative erwies sich zuletzt Jungprofi Stephane Mvibudulu, der zusammen mit Fejsal Mulic Druck auf die arrivierten Stammkräfte machen soll. „Er war gegen Hoffenheim erschreckend gut“, urteilte Fröhling, der seinen jungen Spieler auch mit nach Nürnberg zum bayerischen Derby am Montag nimmt.

Für dieses Spiel wird Mugosa wegen fehlender Spielberechtigung noch keine Option sein. Doch spätestens ab nächster Woche wird er der lahmen Löwen-Offensive Beine machen. Definitiv keine Alternative mehr ist Ilie Sanchez. Nach dem Wechsel von Rodri und Bedia hat auch der dritte Spanier keine Zukunft mehr bei 1860. „Er hat ein Probetraining in Spanien“, sagte Fröhling, der ein Sanchez-Comeback ausschloss.   

 

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