Konsolidierungskurs bei den Löwen? Restrukturierung bei TSV 1860: "Daran führt kein Weg vorbei"

Aufmerksame Beobachter: Löwen-Vize Hans Sitzberger (li.) und 1860-Präsident Robert Reisinger. Foto: imago/MIS

Der TSV 1860 wird seine Restrukturierung vorantreiben. Die Zukunft der U21 ist weiter offen.

 

München - Zwei Lager, eine Sitzung, keine großen Erkenntnisse über eine Annäherung: Der Aufsichtsrat des TSV 1860 tagte am vergangenen Montag in der Geschäftsstelle der Löwen.

Eine daraufhin verschickte Pressemitteilung beinhaltete lediglich die bereits bekannte Umbesetzung: Präsident Robert Reisinger und dessen Vorgänger Peter Cassalette werden nach ihren freiwilligen Rückzügen durch den Verwaltungsrats-Vorsitzenden Sebastian Seeböck und Anwalt Andrew Livingston ersetzt.

Konsolidierungskurs bei TSV 1860? Von Ismaik hierzu keine Aussagen

"Ich wünsche beiden ein glückliches Händchen und viel Erfolg in ihren neuen Positionen beim TSV 1860", ließ sich der Aufsichtsratsvorsitzende Yahya Ismaik zitieren. Wie weit die Erfolgsdefinitionen des ismaik-kritischen Seeböck und des Vertrauten des Jordaniers dabei wohl auseinandergehen?

Jedenfalls keine Neuigkeiten gibt es zu vermelden, ob den Drittligisten tatsächlich der drohende Konsolidierungskurs erwartet. Und auch keine Klarheit, was die Zukunft der U21 und den Umfang der künftigen Jugendförderung anbelangt.

Ismaik widmete sich in den Sozialen Medien zuletzt anstelle vereinspolitischer Themen lieber der überschwänglichen Lobpreisung von Trainer Daniel Bierofka und dem zweifelhaften Angebot, der mehr als umstrittene Kampfsportler Khabib Nurmagomedov könne für Bierofkas Schützlinge doch ein Krafttraining leiten.

Löwen müssen restrukturieren, so das Präsidium von 1860 deutlich

Deutlicher wurde das Präsidium immerhin in seiner Stellungnahme im aktuellen Vereinsmagazin "Die Sechzger". Reisinger und Co. erklärten darin, dass weder Lagerdenken noch Schwelgen in alten Erfolgen oder überambitionierte Zukunftsträume zielführend für die Löwen seien. Vielmehr brauche es "eine andere Kultur der Auseinandersetzung" und "Sachargumente".

Eine Veränderung der ausgegliederten KGaA sei dabei dringend notwendig: "Das Unternehmen muss und wird sich restrukturieren. Die erforderlichen Schritte dafür sind eingeleitet. Daran führt kein Weg vorbei." Bis die Sechzger dabei zur Sache kommen, werden die Gesellschaftern noch öfter tagen müssen, denn konkret wurden auch die Vereinsoberen nicht.

 

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