TSV 1860 Neuer Vertrag für Löwenheld Kiraly (37)

Der 1860-Torhüter glänzt als Elfer-Killer – Sportchef Hinterberger will mit ihm verlängern

 

MÜNCHEN Er hat Spaß, er ist fit – warum also aufhören? Gabor Kiraly steht mit 37 Jahren nach wie vor unangefochten im Tor des TSV 1860 und scheint in diesen Tagen so gut wie lange nicht. Beim 0:0 in Köln war er der Punktgarant für die Löwen – nicht nur wegen seines gehaltenen Elfmeters.

Ist die Verlängerung seines auslaufenden Vertrags also nur eine Frage der Zeit? „Ja”, sagt Sportdirektor Florian Hinterberger. Und fügt an: „Zunächst wollen wir uns um einen neuen Geschäftsführer kümmern, dann gehen wir diese Dinge an.”

Kiraly selbst kann sich einen Verbleib sehr gut vorstellen. Zumal er sich keineswegs für zu alt hält: „Es geht nicht um jung oder alt, klein oder zu groß, dünn oder zu dick. Es geht nur um gut oder schlecht.” Dass in Deutschland mittlerweile häufig jüngeren Torhütern der Vorzug gegeben wird, lässt Kiraly kalt. Auch wenn er die Entwicklung positiv findet. „Torhüter wie Oliver Kahn, Jens Lehmann oder ich sind noch mit ganz anderen Regeln groß geworden. Ich freue mich aber über alles Neue. Das bringt Kreativität in unsere Arbeit.”

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Kreativ haben sich in den vergangenen Jahren auch diejenigen Gegenspieler gezeigt, die gegen den ungarischen Schlussmann zum Elfmeter angetreten sind. „Die haben schon alles versucht”, sagt Kiraly, der in Köln seinen 14. Elfmeter in einem deutschen Ligaspiel parieren konnte. Dazu kommen zehn gehaltene Strafstöße in Elfmeterschießen. „Einer hat mal versucht mich aus der Fassung zu bringen, indem er vor dem Anlauf mit dem Rücken zu mir stand. Den hab’ ich dann auch gehalten”, sagt Kiraly und lächelt.

Jetzt hofft er nur noch, dass seine Mitspieler auch mal wieder kreativ werden und mit Toren glänzen.

 

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