TSV 1860 Möhlmanns Torwart-Frage: Eicher oder Ortega?

Zwei Löwen-Torhüter, ein Niveau: Vitus Eicher mit Stefan Ortega. Foto: sampics/ Augenklick

Trainer Benno Möhlmann hat den Zweikampf zwischen den beiden Torhütern Vitus Eicher und Stefan Ortega neu ausgerufen. "Beide Torhüter sind sehr gut und haben das auch schon bewiesen" Warum die Entscheidung für Möhlmann schwierig und einfach zugleich ist

 

München - Vor der Liga-Premiere von Trainer Benno Möhlmann kämpfen seine Akteure um die Plätze: Wer kann sich dem neuen Coach besonders empfehlen? Auch im Tor hatte Möhlmann den Konkurrenzkampf zwischen Vitus Eicher und Stefan Ortega neu ausgerufen, beide durften im Test gegen Wacker Innsbruck (3:1) je eine Halbzeit auflaufen.

Eicher war zuletzt unter Ex-Trainer Torsten Fröhling gesetzt, Ortega hatte zur vor bei Ricardo Moniz und Markus von Ahlen die besseren Karten. Doch wer ist der Bessere? Der gebürtige Erdinger Eicher ist mit 1,90 Metern ein paar Zentimeter größer, was ihm beim Herauslaufen und auf der Linie zugute kommt. Ortega (1,86 Meter) verfügt über eine bessere Technik - insgesamt sind beide Keeper, die erstaunlicherweise beide im Mannschaftsrat sitzen und jeweils ein gewichtiges Wort in der Mannschaft haben, in etwa auf demselben Niveau.

Jetzt gilt es bald für Möhlmann, sich festzulegen: Eicher oder Ortega? "Ich werde es nicht jetzt nicht sagen", meinte Möhlmann am Mittwoch auf die Frage, wann er sein Urteil fällen werde, "das werden wir mit dem Trainerteam besprechen, dann wird die Entscheidung fallen."

Angesichts der vielen verletzten Spieler in den anderen Mannschaftsteilen und zweier für ihr Alter sehr routinierter Keeper meinte Möhlmann, "dass wir im Torwart-Bereich die wenigsten Probleme haben, weil beide Torhüter sehr gut sind, beide das auch schon bewiesen haben." Auf menschlicher Ebene werde ihm die Entscheidung schwer fallen: "Es tut mir im Grunde ein bisschen für den anderen Torwart leid."

Am Ende des Tages gehe es aber ums Geschäft und darum, den besten Rückhalt für die Mannschaft zu finden. In dieser Hinsicht sei das "für uns kein Problem - weil wir mit beiden sehr gut leben können."

Für Möhlmann gilt außerdem: Wer gegen den KSC im Tor steht, hat das Rennen vorerst auf längere Zeit für sich entschieden: "Ich denke, die Torwart-Position wird sicherer ausgefüllt, wenn man nicht laufend wechselt. Das ist ein bisschen anders als bei Offensivspieler, wo es auch ein bisschen um Tagesform, Frische, oder auch mal den Gegner ankommt. Bei Torleuten ist es auch eine mentale Geschichte, da ist es schon sinnvoll, dass man zumindest nicht jede Woche infrage stellt oder tauscht." Bleibt also spannend zwischen Eicher und Ortega - zumindest bis Montag.

 

8 Kommentare