TSV 1860 in der Regionalliga Löwen gegen Schweinfurt: Shoppen und siegen

Mühevoller Dreier: In der Hinrunde gewann 1860 um Steinhart (M.) in Unterzahl mit 3:1 daheim gegen Schweinfurt. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Löwen treffen am Samstag auf Schweinfurt – von dort sollen zwei Spieler im Sommer an die Grünwalder Straße wechseln. Bei Gebhart ist Trainer Bierofka zuversichtlich, Görlitz steht nicht im Kader.

 

München - Wenn die Löwen länger machen: Freitag, Grünwalder Straße 114. Das Geheimtraining endete mit knapp einer Stunde Verspätung. Damit die Löwen (in den kommenden Wochen) länger lachen, vermied es Daniel Bierofka tunlichst, die Zügel schleifen zu lassen. "Ich sorge schon dafür, dass keiner abdreht. Erst die Hausaufgaben in der Meisterschaft", so Bierofka über die anstehenden Herausforderungen, nachdem er seinen Sechzgern mit einer ausführlichen Videoanalyse und einem verlängerten Vormittagstraining ein längeres Vergnügen verschaffte.

Man will sich schließlich vernünftig vorbereiten, denn es steht die längste Auswärtsfahrt der Saison an, das Duell mit dem 1. FC Schweinfurt 05 (Sa., 14.05 Uhr/BR, Liveticker auf az-muenchen.de) am 32. Spieltag der Regionalliga Bayern. In der Halbzeitpause der Partie wird zudem gelost, auf wen die Giesinger in der Relegation treffen (würden). Auch Löwen-Leader Timo Gebhart und vier potenzielle Neulöwen sind in aller Munde. Die AZ zeigt, worauf Bierofka im Endspurt der Viertliga-Saison baut – und was ihn erst interessiert, wenn es soweit ist.

Daniel Bierofka: So schätzt er Gegner Schweinfurt ein

Schweinfurt: Wer Bierofka kennt, der weiß: Warnen vor dem nächsten Gegner? Immer! Vor dem Spiel gegen einen der ersten Verfolger (49 Punkte in der Regionalliga-Tabelle) der Sechzger (64) mahnte er jedoch besonders: „Wenn ich die Mannschaft durchgehe, muss ich sagen: Sie haben eine sehr hohe Qualität. Schweinfurt ist sehr heimstark und hat gezeigt, dass man gegen Mannschaften, die oben stehen, absolut wettbewerbsfähig ist.“

Wie im Hinspiel, als Schweinfurt phasenweise dominierte und der TSV 1860 nur mit Glück, einem Doppelpack von Sascha Mölders und "überragendem Umschaltspiel" in Unterzahl mit 3:1 gewann. Nun ist man schon einen Tag vor dem Spiel mit "einer Prise Demut, aber auch dem Selbstbewusstsein des Tabellenführers" nach Schweinfurt gereist. Bierofka: "Wenn wir das gewinnen, ist es positiv für Meisterschaft und DFB-Pokal." In beiden Fällen ist Sechzig kaum mehr einzuholen. Für die Pokal-Qualifikation müsste Schweinfurt die Löwen überholen, denn die Zweitvertretungen des FC Bayern, Ingolstadt oder Nürnberg wären dort nicht spielberechtigt.

Das Neulöwen-Paket: Kristian Böhnlein vom letzten (Totopokal-)Gegner SpVgg Bayreuth, Marius Willsch und nun auch Herbert Paul vom nächsten Kontrahenten Schweinfurt stehen scheinbar schon als Neulöwen fest (hier der Bericht). Kauft 1860 schon mal vorsorglich Schweinfurt leer, sollte man nicht aufsteigen? Bierofka wollte sich zu den Spielern, die allesamt Viertliga-Leistungsträger, aber keine großen Namen sind, nicht äußern: "Der Verein hat noch kein offizielles Statement abgegeben, also werde ich mich auch nicht über Personalien äußern." Immerhin verriet er: "Vielleicht ist schon das ein oder andere durchgerutscht." Kommende Woche werden die Namen dann auch vermeldet.

Löwen-Trainer Daniel Bieofka. Foto: Augenklick

Die Relegations-Auslosung: Ziehung des Relegationsgegners? "Keine Zeit“, so Bierofka: "In der Pause hab‘ ich andere Probleme." Über die möglichen Gegner sagte er: "Schwer einzuschätzen, ob Cottbus am stärksten ist. Saarbrücken marschiert in der Regionalliga Südwest auch durch. Wenn es Offenbach oder Mannheim werden sollte: Das werden auch zwei brutale Spiele. Es gibt auch kein Wunschlos, weil wir genau wissen, was auf uns zukommt." 

Timo Gebhart: Der Löwen-Leader ist wieder auf dem Damm und strebt die Rückkehr ins Mannschaftstraining an. Nicht einmal Bierofka bremst: "Es ist erstaunlich, wie schnell es jetzt geht. Ich bin unheimlich froh darüber. Wenn er im Endspurt fit werden würde, wäre es für uns überragend." Dennoch soll Gebhart vorsichtig herangeführt werden – wie Michael Görlitz, den Bierofka aus dem Schweinfurt-Kader strich. Manche Dinge dauern eben länger.

Video: Daniel Bierofka vor dem Spiel gegen Schweinfurt

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