TSV 1860 in der Dritten Liga Abstiegsgefahr! Was die Löwen nun angehen müssen

, aktualisiert am 27.11.2018 - 10:45 Uhr
Niedergeschlagen: Die Spieler des TSV 1860 nach der Niederlage gegen den Karlsruher SC. Foto: sampics/Augenklick

Die Sechzger geraten nach der enttäuschenden Niederlage beim KSC in der Dritten Liga vor der Winterpause gehörig in Bedrängnis. Die AZ erklärt die Baustellen, die Daniel Bierofka jetzt zu lösen hat.

 

München - Wie groß waren nach Aufstieg und Saisonauftakt in der Dritten Liga die Hoffnungen in Giesing – nun, rund drei Monate später, hat sich die Situation beim TSV 1860 umgekehrt.

Die Sechzger können - trotz zwischenzeitlich prächtiger Ausgangslage - nicht oben angreifen. Die Löwen müssen vor der Winterpause bei noch vier verbleibenden Spielen vielmehr aufpassen, dass sie vor Weihnachten nicht noch ganz unten reinrutschen in den Abstiegsschlamassel. (Lesen Sie auch: Gesprächsbedarf! Daniel Bierofka mit Marathon-Kabinen-Sitzung)

Die AZ erklärt die Punkte, die Coach Daniel Bierofka mit seiner Mannschaft jetzt besser anpacken sollte:

Löwen suchen ihren Anführer

Anführer finden: Die Ansage des Löwen-Coaches war unmissverständlich: "Ich muss schauen, die Jungs aufzustellen, die Gras fressen, die wissen, um was es geht. Die muss ich jetzt finden", meinte der 39-Jährige.

Bezeichnend war im Wildparkstadion die Leistung des zweitligaerfahrenen Quirin Moll. Der Ex-Braunschweiger verstolperte einfachste Bälle, bekam nur die AZ-Note 5. Ratlos wirkte auch Topscorer Adriano Grimaldi. "Wir haben gerade 2:3 verloren und jetzt soll ich sagen, wie wir nächste Woche gewinnen? Sorry – kann ich nicht", sagte der 27-jährige Angreifer: "Ich muss erstmal klarkommen."

Zwar hatte die Sturmkante nach zusammengerechnet fünf Spielen ohne eigenes Tor in der Nachspielzeit zum Anschluss getroffen, war aber insgesamt blass geblieben. Bittere Erkenntnis: Bislang tut sich kein Spieler als wirklicher Anführer hervor.

Grimaldi sucht seine Form

Grimaldis Selbstverständnis: "Was soll ich sagen? Bin ich der Grimaldi? Also! Ich kann nicht in ihn reinschauen", erklärte Bierofka dünnhäutig zur Formkrise seines Königstransfers. Kurzum: Der Fanliebling wirkt auf dem Platz nicht ganz bei der Sache. "Was soll ich zu meiner Leistung sagen? Das sollen andere beurteilen", meinte der Angreifer trotzig.

Er haderte sichtlich – und forderte Rat von Bierofka: "Am wichtigsten ist, dass der Trainer mir aufzeigt, was ich besser machen kann."

Sechzig sucht einen Spielgestalter

Impulse für die Kreativzentrale: "Wir haben das System umgestellt, sind mit Efkan Bekiroglu auf der Zehn ‘all in’ gegangen", meinte der Löwen-Coach zu seinen Umstellungen nach der Halbzeit. Für eine Aufholjagd genügte es nicht.

Was auffällt: Sechzig fehlt ein Spielgestalter. Einer, der das Spiel liest und bestenfalls diktiert. Einer wie einst Timo Gebhart. Sportchef Günther Gorenzel erklärte jüngst, dass der Ex-Löwe für Sechzig immer eine Option sei. Und Kult-Trainer Karsten Wettberg forderte im Interview mit der AZ einen Zehner wie Sascha Bigalke (SpVgg Unterhaching). Um diesen Makel zu beheben, müsste der TSV 1860 wohl im Winter auf dem Transfermarkt handeln.

Bierofka sucht defensive Lösungen

Die defensive Anfälligkeit: Auch Kapitän Felix Weber (AZ-Note 5) war völlig von der Rolle, verlor reihenweise Zweikämpfe gegen den Ex-Löwen Anton Fink. Simon Lorenz schlief wiederum beim zweiten Gegentreffer, als er zögerte und das Abseits aufhob. Gegen den KSC funktionierte zudem das anfängliche 3-5-2 überhaupt nicht mit Rückkehrer Aaron Berzel in der Abwehrmitte – ein riskantes Wagnis, das schiefging.

Bierofka braucht – neben allen anderen Baustellen – wieder mehr defensive Lösungen.

Lesen Sie hier: Bitte zahlen! Löwen warten auf Millionen von Hasan Ismaik

 

6 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading