TSV 1860 gegen Carl Zeiss Jena Was der Löwen-Gegner mit dem FC Bayern zu tun hat

Gilt nicht als Bayern-Freund: Sascha Mölders. Sind mit Bayern-Ultras befreundet: die Horda Azzuro, die hartgesottenen Fans von Carl Zeiss Jena. Foto: AZ-Montage/imago/MIS/Matthias Koch

Der TSV 1860 bekommt es an 19. Spieltag mit Carl Zeiss Jena zu tun. Welche Verbindungen die Thüringer zum FC Bayern haben. Und warum die Partie gleichzeitig viel über den Stellenwert von Sechzig in der 3. Liga aussagt.

 

München - Robert Lewandowski per Hattrick, Arturo Vidal und Mats Hummels mit seinem ersten Tor für den Rekordmeister.

Fans des FC Bayern im Grünwalder Stadion?

Sie waren die Torschützen beim 5:0 des FC Bayern am 20. August 2016 im DFB-Pokal bei Carl Zeiss Jena. Doch sie sind nicht der Grund, warum die Thüringer eng mit den Bayern verbunden sind - es sind die Ultras der beiden Klubs. (Lesen Sie auch: Löwe Berzel bekräftigt Ansage an FC Bayern)

So pflegen die Ultras der Horda Azzuro aus Jena und die Ultras der Schickeria aus München seit Jahren eine enge Fanfreundschaft. Was sich am Sonntag auch in der Partie der 3. Liga zwischen dem TSV 1860 und Carl Zeiss Jena (13 Uhr, im AZ-Liveticker) äußern dürfte.

"In welchem Umfang tatsächlich Fans des FC Bayern kommen werden, um den FCC im Grünwalder Stadion zu unterstützen, können wir nicht mit Gewissheit beantworten", erklärte FCC-Sprecher Andreas Trautmann auf Anfrage der AZ: "Fakt ist, dass die Fanfreundschaft beider Gruppierungen eine lange Tradition hat. Gegenseitige Besuche zu den Spielen beider Clubs gibt es seit vielen Jahren. Hier gab es bisher keine nennenswerten Probleme, wobei das Spiel bei 1860 sicher ein besonderes ist."

Jena hätte weit mehr Karten verkaufen können

Eine besondere Partie, die mehrere tausend Thüringer Fans gerne live vor Ort in Giesing mitverfolgt hätten - so reichte das Gästekontingent diesmal bei weitem nicht aus, um alle Ticket-Anfragen zu befriedigen.

"Es ist korrekt, dass 1.500 Zeiss-Fans den Weg nach München auf sich nehmen werden. Das uns zur Verfügung gestellte Kontingent war in Jena in kürzester Zeit vergriffen", erzählte Trautmann weiter: "Die Nachfrage nach Tickets war deutlich größer. Wir hätten auch gut und gern das Doppelte an Karten an unsere Fans verkaufen können."

Weil die Löwen in der 3. Liga viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das zeigt auch das Heimspiel der Ostdeutschen, die nach starkem Saisonstart, aber zuletzt nur sieben Punkten aus 13 Spielen 18. der 3. Liga sind. Der FCC-Sprecher weiter: "Das Spiel in Giesing ist ganz sicher einer der Auswärtshöhepunkte für die generell sehr reisefreudigen Jena-Fans."

Münchner Polizei ist gewarnt

Wegen deren Ankunft die Münchner Beamten wiederum besonders aufpassen werden. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, wird die Partie als "erhöhtes Risikospiel" eingestuft. Die Pressestelle verwies auf genannte Fanfreundschaft zwischen Bayern- und Jena-Ultras.

So wird es "umfangreiche Verkehrsmaßnahmen und Verkehrssperren" geben, hieß es, um die Fantrennung zu gewährleisten. Zudem bekamen die Jenaer nicht das übliche Sitzplatzkontingent für die Haupttribüne, nachdem es dort zu Rangeleien und einem USK-Einsatz beim Heimspiel der Sechzger gegen den Halleschen FC (1:1) gekommen war.

Für die zumeist friedlichen Fans unter den erwartet 15.000 Zuschauern dürfte das Spiel indes eines werden: ein Fußballfest. Mit sicherlich mehr Chancen für die Thüringer als einst gegen den großen Löwen-Nachbarn, den FC Bayern.

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