TSV 1860 Bleiben die Spanier? Das sagt Sportchef Poschner

Rodri (l), Ilie Sanchez (m) und Edu Bedia - die drei Spanier bekamen letzte Saison beim TSV 1860 kein Bein auf den Boden. Das weiß auch Sportchef Poschner. Foto: Rauchensteiner/Augenklick/AZ

Im "Kicker"-Interview spricht Löwen-Sportchef Gerhard Poschner über Ziele für die neue Saison und über das dazu benötigte Personal. Einige bekennen sich zum TSV, einige wollen weg. Bleiben die Spanier?

München – Gerhard Poschner bleibt, aller Kritk zum Trotz, Sportchef des TSV 1860. Im Interview mit dem "Kicker" sprach er neben seinen Verfehlungen auch über neue Ziele und Personalentscheidungen, die für eine Saison ohne Abstiegsgefahr nötig sind. Drei über deren Zukunft noch spekuliert wird, sind die drei Spanier Ilie Sanchez, Edu Bedia und Rodri.

Als vermeintliche "Zauberer" geholt, bekam das Spanien-Trio in München über die gesamte Saison kaum ein Bein auf den Boden. Sprachbarrieren, Verletzungen, fehlende Leistung - mit der Integration bei den Löwen wollte es nie so ganz klappen. Bestes Beispiel: Beim kollektiven Freudentaumel auf der Nichtabstiegs-Party im Münchner Edelclub Chichi, war keiner der drei Spanier dabei.

"Um solch einen Umbruch durchzuziehen, wie wir das 2014 gemacht haben, braucht man mit Sicherheit eine gefestigte Basis. Die hatten wir nicht, das habe ich unterschätzt. Es war sehr schwer, die verschiedenen Nationalitäten und Spieler einzubauen", spielt Poschner im Interview unter anderem auf das Spanien-Trio an.

Auf die konkrete Nachfrage des "Kicker" auf einen möglichen Verbleib der drei, sagt Poschner: "Man muss sehen, inwieweit eine weitere Zusammenarbeit für alle Beteiligten fruchtbar wäre, denn die Spieler sind auch nur Menschen. Die Saison hat Spuren hinterlassen, deshalb ist alles offen. Aber es macht nur Sinn, wenn auch alle wollen."

Dass der TSV 1860 durch die vielen internen Querelen und das mangelhafte sportliche Konzept für Spieler mit Ehrgeiz nicht mehr interessant sein könnte, davon will Poschner nichts wissen. "In der Außendarstellung haben wir ganz schöne Kratzer abbekommen. Das müssen wir langsam wieder positiv gestalten. Doch noch ist es so, dass 1860 eine Marke ist, die für Spieler weiter attraktiv ist."

 

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