TSV 1860 Bei Löwen-Abstieg: Rückkehr ins Grünwalder

Die Gegengerade des Grünwalder Stadions, von den Fans Stehhalle genannt, ist die Heimat der Löwen-Anhänger im Grünwalder Stadion. Foto: Sofianos Wagner

Die Löwen planen ihre sportliche Zukunft – mit Spielen in der Arena und der Giesinger Heimat.

München - Exakt 21 272 Zuschauer strömten am 22. Mai 2005 auf Giesings Höhen. Es war ein tränenreicher Abschied. Der TSV 1860 verlor im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße 3:4 gegen LR Ahlen und verpasste am letzten Spieltag den Aufstieg in die Bundesliga. In dem Stadion, in dem die Sechzger ihre Heimat haben.

Im Norden der Stadt war die WM-Arena für fast 70 000 Zuschauer fertiggestellt worden, Baukosten 340 Millionen Euro. Der Umzug stand bevor. Nie wieder Grünwalder, mancher Anhänger der Blauen schlug sich damals mit dieser Sorge herum.

Die AZ erfuhr: In den Unterlagen werden als Heimspielstätten sowohl die Allianz Arena als auch das Grünwalder Stadion genannt. In der Vorsaison war das noch nicht der Fall. Bei einem Umzug stünden große Herausforderungen an. Zum einen datieren die Verträge mit dem Eigner der Allianz Arena, dem FC Bayern, und dem dortigen Caterer bis 2025. Nach AZ-Informationen bezahlen die Löwen pro Saison drei Millionen Euro.

Fakt ist: Es müssten Lösungen gefunden werden für Logen-Besitzer und Werbeflächen von Sponsoren. Das Grünwalder Stadion bietet nur 12 500 Zuschauern Platz. Zwischen Mitte 2010 und Sommer 2013 wurde das Stadion von der Stadt für mehr als zehn Millionen Euro drittligatauglich gemacht. Wie viele Spiele bei einem Abstieg in welchem Stadion stattfänden, wollte der Verein auf Nachfrage der AZ nicht mitteilen. 1860-Sportchef Oliver Kreuzer sagte in „Blickpunkt Sport“ zur Lizenzierung durch die DFL: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

pm

 

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