Transitroute betroffen Tirol setzt schon wieder Fahrverbote durch

Tirol lockt gerade jetzt viele mit schöner Landschaft – auf den starken Verkehr am Wochenende hat man dort aber keine Lust. Foto: Sven Hoppe/dpa

Tirol verbietet ab dem Wochenende das Verlassen der Transitroute bei Reutte. Und zwar bis zum 13. September.

 

München - Als die Grenzen zwischen Deutschland und Österreich geschlossen waren und die Gastronomie händeringend auf Öffnung drängte, ging es idyllisch zu auf den Straßen des österreichischen Bundeslands Tirol. Das ist jetzt vorbei.

Ab dem kommenden Samstag, 1. August, gelten für Transitreisende an den Wochenenden wieder Fahrverbote. Das teilte die Tiroler Landesregierung am Mittwoch in Innsbruck mit. Als Erstes betroffen sind Reisende auf der Fernpassstraße (B 179) im Bezirk Reutte.

Andere Transitrouten könnten folgen. Am vergangenen Wochenende sei es wieder heiß hergegangen in der Region Reutte, begründete der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter die Fahrverbote. Starker Reiseverkehr auf der Fernpassstrecke habe für intensiven Ausweichverkehr auf das niederrangige Straßennetz und die Verstopfung der umliegenden Orte gesorgt.

Bald wieder Fahrverbote auf der Inntal- und Brennerautobahn?

"Der Stau-Ausweichverkehr ist eine Gefahr für die Verkehrs- und Versorgungssicherheit in den Regionen und Ortschaften entlang der Hauptreiserouten", so Platter.

In der Zeit vom 1. August bis 13. September dürfen daher Fahrzeuge auf der Durchreise jeweils von Samstagmorgen bis Sonntagabend die Fernstraße zwischen Reutte-Nord und Vils in beiden Richtungen nicht mehr verlassen, ordnete die Tiroler Landesregierung an. Der Quell- und Anliegerverkehr bleibe ausgenommen.

Bereits im vergangenen Winter habe sich gezeigt, dass damit ein Verkehrskollaps in den Ortschaften vermieden werden könne. Im vergangenen Sommer wurden nach Angaben der Tiroler Polizei etwa 16.400 Autofahrer im Bezirk Reutte am Verlassen der Fernpassstraße gehindert.

Von ähnlichen Fahrverboten bedroht sind auch wieder Reisende auf der Inntal- und Brennerautobahn. Bisher habe sich für die Bereiche um Kufstein und Innsbruck noch kein Handlungsbedarf ergeben, teilten die Verkehrsbehörden Tirols mit. Sollte es aber auch dort zu massiven Beeinträchtigungen kommen, könnten ähnliche Fahrverbote "umgehend aktiviert" werden. Man beobachte die Situation genau.

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