Transfers beim TSV 1860 Gorenzel: Ein Abgang, eine Lüge und eine Revolution

Zurück in die Heimat: Martin Gambos (l.). Fanol Perdedaj hingegen hat sich verpokert. Foto: sampics/Rauchensteiner/Augenklick/AZ

Martin Gambos verlässt den TSV 1860, um Fanol Perdedaj gibt es Zoff. Und Sportchef Günther Gorenzel hat neue Pläne fürs Scouting.

 

München - Ein Löwe ist weg: Mittelfeldspieler Martin Gambos wechselt zu seinem Heimatverein MSK Zilina in die Slowakei. Das verkündeten die Sechzger am Montag per Pressemitteilung. "Durch die Leihe bis Sommer haben wir für beide Seiten eine gute Lösung gefunden", so Sportchef Günther Gorenzel.

Zuvor hatte Gorenzel erklärt, dass man Transferbemühungen künftig "noch professioneller" angehen werde: "Mir schwebt vor, dass wir für jede Position vier bis fünf Kandidaten suchen. Wir wollen einen breiteren Pool an Spielern zur Auswahl haben", so der 46-Jährige, der sich selbst wie Trainer Daniel Bierofka "ein sehr gutes Netzwerk" attestierte.

Gorenzel braucht Signal von Ismaik

In "sechs bis acht Wochen" wolle er mit den zweigleisigen Planungen (für die Dritte und Vierte Liga) beginnen und fordert daher von Vereinsbossen und Investor Hasan Ismaik ein Signal bezüglich des Budgets: "Es ist wie bei einem Architekten: Der muss auch wissen, wieviel das Haus kosten darf, bevor er einen konkreten Plan zeichnen kann."

Jüngstes Negativbeispiel einer Wechselposse in der Sechzig-Bude: Ex-Löwe Fanol Perdedaj. Der hatte bis zuletzt mit 1860 und dem 1. FC Saarbrücken verhandelt – und sich gegen die Giesinger entschieden. "Wir hätten seine Forderungen bezahlen können, aber wir wollen künftig keine Spieler holen, die pokern", erkärte Gorenzel – und widersprach damit Gerüchten, es habe an Sechzigs Finanzen gelegen.

Perdedajs Aussage, bei Sechzig habe sich "nur" Bierofka um ihn bemüht, verwies er zudem klar unmissverständlich ins Reich der Fabeln: "Das entspricht nicht der Realität."

 

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