Training am Donnerstag Er fliegt wieder: Comeback von Neuer rückt näher

Steht wieder zwischen den Pfosten: Bayern-Keeper Manuel Neuer. (Archivbild) Foto: firo/Augenklick

Welttorhüter Manuel Neuer steht erstmals seit seinem Mittelfußbruch vor einem guten halben Jahr zumindest im Training wieder im Kasten der Bayern. Erster Eindruck: "Die Reflexe sind noch da!"

 

München - Der Mittelfuß der Nation hat seinen nächste Bewährungsprobe bestanden. Am Donnerstag ging Manuel Neuer erstmals nach seinem dritten Mittelfußbruch seiner Karriere wieder seiner hochdotierten Profession nach.

Es geht aufwärts bei Manuel Neuer – nachdem er zu Beginn der Woche zum ersten Mal wieder in Fußballschuhen laufen konnte, stand er am Donnerstag wieder zwischen den Pfosten - nach einer wahren Reha-Odyssee an diesem 5. April 2018 wieder im Bayern-Kasten...

Erstmal nur im Training, aber immerhin. Dort setzte sich der 32-Jährige den Schüssen von Torwarttrainer Toni Tapalovic aus und machte dabei eine sehr gute Figur. Er hechtete durch die Gegend, er blockte Schüsse, fing die Bälle sicher. Und er bekam das Lächeln kaum aus seinem Gesicht heraus. Endlich ist der Hüter des Tores wieder da...

"Die Reflexe sind noch da", erklärte der FC Bayern auf seiner Homepage. Neuer absolvierte erstmals seit über einem halben Jahr eine leichte, torwartspezifische Trainingseinheit. Alle Zeichen stehen also auf Rückkehr. Zu den Bayern, bei denen Sven Ulreich den Stammtorwart zuletzt bravourös vertreten hat, und ultimativ damit auch zur Nationalmannschaft, die sich ja bei der WM in Russland (ab 14. Juni) auf die weltmeisterliche Mission Titelverteidigung begibt.

"Die ganze Mannschaft freut sich wirklich sehr, dass der Manuel wieder auf einem sehr sehr guten Weg der Besserung ist. Wir freuen uns schon auf den Tag, wenn er wieder zurück ist. Wir sehen alle, wie hart er an seinem Comeback arbeitet", sagte Linksverteidiger David Alaba bei FC Bayern.tv.

Manuel Neuer: "...sonst könnte es um die Karriere gehen"

"Schön, dass du wieder da bist“, schrieb Stürmer Thomas Müller zwei Tage vor dem Bundesliga-Spiel in Augsburg (Samstag, 15:30 Uhr live bei Sky und im AZ-Liveticker), bei dem sich die Bayern die Meisterschaft holen können. Trotzdem will man auf keinen Fall etwas überstürzen. Denn eines ist klar: Sollte der malade Fuß noch einmal brechen, könnte es das für Neuer gewesen sein. "Jetzt muss man besonders vorsichtig sein. Es ist wichtig, dass dem Fuß nichts mehr passiert. Sonst könnte es wirklich um die Karriere gehen", hatte Neuer bei fcbayern.tv gesagt.

Deswegen gibt es trotz aller Fortschritte noch keinen festgelegten Comeback-Plan. Denn nach der Operation Mitte September in Tübingen verließ der Heilungsprozess schleppend. Kein Wunder, denn der Fuß hat ja schon einiges mitgemacht. Schon im März 2017 hatte er im Training einen Haarriss im Mittelfuß erlitten, der mit einer Schraube fixiert worden war. Nach drei Spielen stand Neuer wieder im Kasten.

Zu früh? Im April im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid brach der Fuß an zwei Stellen. Die Verletzung wurde konservativ behandelt. Am 26. August das erneute Comeback. Nach nur vier Einsätzen der Rückschlag. Haarriss, die nächste OP. Diesmal wurde ein Platte eingesetzt. Und seitdem musste Neuer pausieren. Bis jetzt.

"Ich wünsche mir, dass ich für den FC Bayern noch Spiele mache in der Saison. Es ist auch realistisch, aber der Zeitpunkt ist nicht zu nennen", hatte Neuer kürzlich gesagt: "Es tut einem weh, wenn man über eine lange Zeit zuschauen muss. Ich stehe lieber auf dem Platz und im Tor."

Manuel Neuer: Ist er mental auch schon so weit?

Als Fernziel hat sich der Bayern-Keeper Mitte Mai für sein Comeback bei einem Pflichtspiel gesetzt. Er will "nicht ohne ein Spiel gespielt zu haben", zur Nationalmannschaft zurückzukehren und in die WM-Vorbereitung zu starten, hatte der Weltmeister-Torwart, der so lange auf Krücken unterwegs war, stets beteuert.

Nicht nur muss Neuer physisch wieder voll hergestellt sein. Eine Verletzung, die immer wieder an der gleichen Stelle auftritt, ist vor allem eine mentale Herausforderung. "Man horcht als Torwart sehr in sich rein. Du musst erstmal deinem Körper wieder voll vertrauen. Das dauert", sagte der ehemalige Bayern-Keeper und Welttorwart Jean-Marie Pfaff der AZ, als sich die Reha von Neuer immer mehr in die Länge zog.

Vor zwei Wochen hatte Neuer „das erste Mal bei hundert Prozent“. laufen können. jetzt das erste Torwarttraining. Neuer ist voll im Soll. Oder, wie es Bundestrainer Joachim Löw vor dem Länderspiel vor gegen Spanien (1:1) formulierte. "Manu ist absolut im Fahrplan. Ich gehe davon aus, dass ich ihn mitnehmen kann." Fußball-Deutschland darf sich Hoffnungen machen. Lesen Sie dazu ein Pro und Contra: Ist Neuers Frei-Ticket zur WM richtig?

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