Trainersuche beim FC Bayern Jupp zum Dritten!

Bayer-Trainer Jupp Heynckes will erst nach dem 20. März über seinen Vertrag in Leverkusen sprechen, soll sich aber schon für eine Rückkehr zum FC Bayern entschieden haben. Foto: dpa

Nach AZ-Informationen ist es fix, dass Heynckes zurückkehrt nach München. Franz Beckenbauer freut’s.

 

München - Am 9. Mai wird Jupp Heynckes 66 Jahre alt. Und im Juli fängt für ihn das Leben an, zumindest seine dritte Station als Bayern-Trainer – nach den vier Jahren ab 1987 sprang er im Frühjahr 2009 für lediglich fünf Spiele ein. Nun wird er wohl Nachfolger von Louis van Gaal, dessen Vertrag nach einem Vorstandsbeschluss schon am 30. Juni endet. Darauf deutet nach AZ-Informationen derzeit alles hin.

Dabei hatte Heynckes ursprünglich seiner Frau Iris versprochen, dass er nach seinem Zweijahres-Engagement bei Bayer Leverkusen zum Ende dieser Saison seine Trainerkarriere endgültig aufgeben wolle. Doch die Arbeit mit der jungen Bayer-Mannschaft – mal abgesehen von den Schwierigkeiten mit Michael Ballack – machte Heynckes Spaß. Der Erfolg mit den Leverkusenern (Platz zwei in der Liga, das Erreichen des Achtelfinals der Europa League) sprach für sich. Und zeigte: Er hat noch lange nicht fertig. Der Ruhestand ist keine Option für Heynckes.

Die Bayern-Bosse wollten mit ihm schon länger über einen neuen Zweijahres-Vertrag verhandeln, doch Heynckes hielt Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser und Sportchef Rudi Völler hin. Etwa weil ihn sein Freund Uli Hoeneß auf Abruf gesetzt hatte im Zuge der erneuten Ergebniskrise van Gaals? Nach dem 1:0 Leverkusens am Sonntag in Mainz windete sich Heynckes bei Sky, erklärte, man werde sich nach dem kommenden Liga-Spiel gegen Schalke zusammensetzen. „Und dann werden wir versuchen, eine Lösung herbeizuführen.” Eine Lösung? Klingt nicht nach einem Verbleib.

„Es dauert schon zu lange. Und wir dürfen auch kein Risiko eingehen. Ich habe ja bereits gesagt, dass wir einen Plan B haben. Und es gibt durchaus interessante Trainer auf dem Markt, die derzeit zu haben sind”, sagt Geschäftsführer Holzhäuser. Als erster Kandidat für die Heynckes-Nachfolge gilt der Freiburger Coach Robin Dutt. Auch Völlers Aussagen klingen danach, dass er die Signale verstanden hat: „Wir werden mit der Entscheidung leben können.”

An der Säbener Straße will man nach der Ära van Gaal kein neues Machtvakuum durch einen Interimstrainer entstehen lassen, laut Sportchef Christian Nerlinger wolle man „zu hundert Prozent keine Übergangslösung”, sondern „eine vernünftige und sportlich überzeugende Lösung”. Kann Heynckes bei einem Angebot über einen Zweijahresvertrag nein sagen?

Damit wäre Heynckes der erste Bayern-Trainer, der zum dritten Mal an der Säbener Straße arbeitet – Lattek, Beckenbauer, Trapattoni und Hitzfeld waren zwei Mal im Amt. „Er ist einmalig”, lobte ihn Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer bei Sky und sagte: „Mit seinen jungen 65 Jahren ist er immer noch mit Feuer dabei. Er hat damals, nach Jürgen Klinsmann, bewiesen, dass er ein Bayern-Trainer sein kann.” Er wird es wieder.

 

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