Trainer will den Klassenerhalt TSV 1860: Punkte-"Deadline" - Köllners Rechenspiele in der 3. Liga

Verlor bislang noch kein Spiel als Löwen-Trainer: Michael Köllner. Foto: sampics/Stefan Matzke

Unter Trainer Michael Köllner ist der TSV 1860 noch immer ungeschlagen. Von möglichen Aufstiegsambitionen will der Löwen-Coach dennoch nichts wissen. Vielmehr geht es Köllner um den Klassenerhalt in der 3. Liga – und zieht dafür eine persönliche Punkte-"Deadline" heran.

 

München - Drei Siege, fünf Unentschieden: So sieht die Löwen-Bilanz unter Bierofka-Nachfolger Michael Köllner aus. Der neue Trainer der Sechzger verhalf der Mannschaft zu einem geordneten Spielaufbau und mehr Treffsicherheit vor dem Tor – in jedem der acht Köllner-Spiele trafen die Löwen mindestens ein Mal.

Dank der Ungeschlagen-Serie ging es für die Löwen zuletzt auch in der Tabelle der 3. Liga immer weiter hinauf: Mit dem neuen Trainer schafften es die Löwen von Tabellenplatz zwölf auf den aktuell siebten Rang. Verständlich, dass angesichts dieser ansteigenden Formkurve der ein oder andere Sechzig-Fan in Richtung Aufstiegsrelegation schielt. Auf den dritten Platz sind es derzeit "nur" sechs Punkte Rückstand.

Löwen-Trainer will mindestens 46 Punkte

Von einem möglichen Aufstieg in die 2. Liga will Köllner selbst jedoch überhaupt nichts wissen, wie er immer wieder und zuletzt auch am Dienstag klargestellt hat. Der Trainer nannte nun eine Punkte-"Deadline", die er mit der Mannschaft erreichen wolle, um den Klassenerhalt in der 3. Liga zu sichern: Mindestens 46 Zähler. So viele hätte Köllner am Ende der Saison gerne auf dem Konto.

"Ich glaube, 48 hatte Sechzig im letzten Jahr (47, d. Red.). Wenn wir jetzt noch so schnell wie möglich zwölf Punkte holen, hätten wir schon mal 46 und dann kann man schauen, ob man hintenraus noch ein paar Punkte braucht", sagte Köllner am Dienstag. "Aber die 46 sind für mich jetzt einmal die Deadline, die ich anstrebe – und die möchte ich so schnell wie möglich holen. Dann kann man ja schauen, was noch möglich ist."

Köllner: "Nicht immer schauen, was da oben rumfliegt"

Köllner erklärt an einem Beispiel, dass es in der Liga auch mal ganz schnell nach unten gehen kann: "Wir haben neun Punkte Vorsprung auf Viktoria Köln. Da lacht ihr manchmal und denkt: Der erzählt uns die nächsten Wochen immer den gleichen Schmarrn. Aber Halle war bis vor ein paar Wochen mal Erster. Die haben jetzt den Abstiegskampf ausgerufen. Die haben 32 Punkte, wir haben 34. Also wir tun schon gut daran, dass wir in Meppen wieder etwas mitnehmen."

Der Löwen-Trainer will den Fokus jetzt also erstmal auf den Klassenerhalt richten, vor allem, weil zuletzt auch der ein oder andere Abstiegskandidat Punkte geholt hat. "Aber solange Chemnitz (16. Platz) punktet wie die Irren, Viktoria Köln (17. Platz) punktet und jetzt gestern auch Jena (20. Platz), tun wir gut daran, erstmal nach hinten zu schauen. Und nicht immer schauen, was da oben rumfliegt. Lieber weiter fleißig punkten, an der Qualität der Spiele schrauben und auch an der Qualität der Spieler schrauben."

Am Samstag (14 Uhr) geht die Punktejagd für Köllner weiter, wenn Sechzig in Meppen ran muss. Der SV steht aktuell auf dem sechsten Platz – punktgleich mit dem TSV 1860.

 

3 Kommentare