Tränen, Schmerz und Jubelsprünge FC Bayern: Das Jahr 2019 in den fünf einprägsamsten Bildern

Niko Kovac bejubelt das 3:0 im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund ausgelassen. Foto: sampics/ Stefan Matzke

Beim FC Bayern geht ein ereignisreiches Jahr 2019 zu Ende – bittere Pleiten, großartige Siege, Abschiede von Legenden und schlimme Verletzungen. Das Bayern-Jahr 2019 in den fünf einprägsamsten Bildern.

 

München - Sportlich gesehen kann der FC Bayern auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken.

In der Liga haben es die Münchner in diesem Jahr lange spannend gemacht, erst am letzten Spieltag war die siebte Meisterschaft in Serie sicher. Mit dem Sieg im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig (3:1) machte der deutsche Rekordmeister dann das Double perfekt. Einziges, dafür aber bedeutendes Manko: das frühe Aus in der Champions League. Bereits im Achtelfinale war gegen den späteren Sieger FC Liverpool Schluss.

Zudem war das Jahr geprägt von tränenreichen Abschieden echter Bayern-Legenden: Neben langverdienten Spielern sagte gegen Ende des Jahres auch der Präsident Servus.

Der AZ-Jahresrückblick: Das Bayern-Jahr 2019 in den fünf einprägsamsten Bildern.

1. Bitteres Champions-League-Aus gegen den FC Liverpool

Im Gegensatz zu den zwei vergangenen Jahren schloss Bayern die Gruppenphase der Champions League wieder als Tabellenerster ab – noch vor dem späteren Halbfinalisten Ajax Amsterdam. Doch im Achtelfinale bekamen die Münchner einen harten Brocken zugelost. Der Rekordmeister musste gegen Jürgen Klopp und den FC Liverpool ran. Nach einem Kraftakt erkämpften sich die Bayern im Hinspiel an der Anfield Road ein passables 0:0.

Im Rückspiel hielten die Bayern auch in der ersten Halbzeit noch gut mit, zur Pause stand es 1:1. Doch in der zweiten Hälfte demonstrierten die "Reds" ihre Stärke und gewannen verdient mit 3:1 in der Allianz Arena. Für die Bayern bedeutete es das früheste Aus in der Königsklasse seit 2011 – für Liverpool ein wichtiger Schritt zum späteren Titelgewinn. Im Bild zu sehen: Ein konsternierter Rafinha neben jubelnden Liverpoolern.

2. Kovacs Freudensprung gegen Borussia Dortmund 

In der Hinrunde 2018 hatten die Bayern zwischenzeitlich neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund, die Meisterschaft war in weite Ferne gerückt. In der Rückrunde startete der Rekordmeister die große Aufholjagd. Neun Siege, ein Remis und eine Niederlage: so lautete die Bayern-Bilanz 2019 bis zum Spitzenspiel Anfang April gegen Dortmund. Der Vorsprung des BVB war bis auf zwei Punkte geschrumpft.

Es kam zum Showdown in der Allianz Arena und der Verfolger nahm das Team von Lucien Favre mit einer Galavorstellung regelrecht auseinander. Beim 5:0 ließen die Münchner dem bisherigen Spitzenreiter nicht den Hauch einer Chance. Die Freude war groß – auch bei Bayern-Trainer Niko Kovac, der seine Kritiker vorerst verstummen ließ. Sein Jubel nach dem 3:0 bleibt im Gedächtnis.

Die Bayern übernahmen durch den Sieg die Tabellenführung und gaben sie bis zum Schluss nicht mehr her. Am Saisonende hatten die Münchner zwei Zähler Vorsprung auf die Dortmunder und feierten am 34. Spieltag den siebten Meistertitel in Serie. Insgesamt war es die 29. Deutsche Meisterschaft für die Roten!

3. Bayern-Legenden mit emotionalem Abschied

Der 34. Spieltag der Saison 2018/19 war ein ganz besonderer: Nicht nur, dass die Meisterentscheidung erstmals seit 2010 wieder am letzten Spieltag fiel. Auch drei Bayern-Legenden nahmen Abschied vom FC Bayern und aus der Bundesliga. Arjen Robben, Franck Ribéry und Rafinha wurden bereits vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt offiziell verabschiedet und vergossen erste Tränen.

Das Duo "Robbéry" durfte ab Mitte der zweiten Hälfte beim Stand von 3:1 für die Bayern zum letzten Mal nochmal auf dem Rasen der Allianz Arena mitwirken und sich ihren wohlverdienten Applaus abholen. Es dauerte nur elf Minuten bis das bayerische Fußball-Märchen seinen Lauf nahm. Zunächst traf Ribéry zum 4:1, der sich sein Trikot vom Körper riss und anschließend unter einer Jubeltraube von seinen Mitspielern begraben wurde. Mit dem Treffer von Robben zum 5:1 war das Meister-Happy-End endgültig perfekt.

Als Krönung durften beide, zusammen mit dem nicht eingewechselten Rafinha, als erste Spieler die Meisterschale in den Münchner Himmel strecken. Ein besseres Drehbuch hätte man nicht schreiben können! 

4. Kreuzbandriss von Abwehr-Boss Süle

Das wohl tragischste Bayern-Bild 2019! Nach dem Wechsel von Mats Hummels zurück zu Rivale Borussia Dortmund galt Niklas Süle als die unumstrittene Nummer eins im Abwehrzentrum der Bayern. Bis zum Spiel gegen den FC Augsburg Mitte Oktober stand der Innenverteidiger in jedem Pflichtspiel in der Startelf. Doch dann der große Schock!

Bei den Fuggerstädtern riss sich der 24-Jährige in der 9. Minute ohne gegnerische Einwirkung das vordere Kreuzband im linken Knie. Süle schrie auf, griff sich an die Kniekehle und hielt sich sofort die Hände vors Gesicht. Es ist bereits die zweite derartige Verletzung in seiner Karriere. Frühestens im Saisonfinale kann der Rekordmeister wieder mit seinem Abwehrboss planen, auch eine EM-Teilnahme im Sommer 2020 ist in Gefahr.

Nachdem sich kurz darauf auch noch Neuzugang Lucas Hernández schwer verletzte, wurde David Alaba in der Not (erneut) zum Innenverteidiger umfunktioniert und vertritt seine verletzten Kollegen seit mehr als ordentlich.

5. Unter Tränen: Hoeneß-Servus auf der JHV 

Das Bayern-Bild schlechthin in diesem Jahr ist gleichzeitig das Ende einer Ära! Auf der Jahreshauptversammlung der Bayern im November trat Uli Hoeneß nach 40 Jahren als Manger und Präsident des Rekordmeisters von seinen Ämtern zurück.

Schon vor seiner letzten offiziellen Rede als Bayern-Präsident konnte er die Tränen in der Münchner Olympiahalle nicht mehr zurückhalten. Von den Mitgliedern, den anwesenden Ehrengästen und den Verantwortlichen des Rekordmeisters erhielt der 67-Jährige minutenlange Standing Ovations. "Ich darf mich bei allen bedanken. Es war eine wunderschöne Zeit. Das war's. Ich habe fertig. Danke" – die letzten Worte seiner fast zwanzigminütigen Rede. Als sein Nachfolger zum Bayern-Präsidenten wurde Herbert Hainer mit überwältigender Mehrheit gewählt.

Hoeneß bleibt den Münchnern aber weiterhin in einer neuer Funktion erhalten. Der langjährige Präsident wurde bei einer Aufsichtsratsitzung im Dezember von den anwesenden Mitgliedern zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Er assistiert Neu-Präsident Hainer, der auch zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums ernannt wurde.

 

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