Tote aus der Kompostieranlage Hadern-Leiche: Mutter meldet sich bei Polizei

Tatsächlich war das Opfer bereits 45 Jahre alt. Foto: Sigi Müller / Polizei / az

Jetzt ist geklärt, wer die Tote aus dem Ansinkbecken ist: eine 45-Jährige aus Fürstenried. Ihre Stiefel lieferten den entscheidenden Hinweis

 

Hadern - Zwei Wochen lang hat die Polizei nach Zeugen und Hinweisen gesucht, um herauszufinden, wer die Tote aus der Kompostieranlage in der Tischlerstraße ist.

Jetzt ist das Rätsel gelöst. Die Mutter der Verstorbenen hat sich bei der Polizei gemeldet.

Die Identität der Toten konnte am späten Donnerstagnachmittag anhand eines Abgleiches des Zahnschemas sowie des DNA-Musters eindeutig geklärt werden.

Es handelt sich laut Polizei um eine 45-jährige Deutsche, die zuletzt in Fürstenried gewohnt hat - also nicht weit weg vom Fundort in Hadern.

Die Frau war bereits am 17. November.2013 durch ihre Mutter als vermisst gemeldet worden. Seit dem 10. November hatte die Mutter bereits mehr kein Lebenszeichen mehr von ihrer Tochter bekommen.

Jetzt ist auch klar, warum die Klärung der Identität so lange gedauert hat: Nach der Obduktion hatten die Ermittler das Alter der Toten auf Anfang 20 geschätzt. Deshalb ergab sich bis heute kein Recherchetreffer bei den Vermisstenfällen, da auch DNA-Material und Zahnschema der Vermissten noch nicht in die Datenbank eingestellt waren.

Gestern erst hörte die Mutter im Radio, dass die Tote aus dem Absinkbecken Schnürstiefel der Marke "Paul Green" getragen hatte - genau solche Stiefeletten, die auch ihre Tochter besaß. Sie meldete sich bei der Polizei.

Seit heute hat die Frau die traurige Gewissheit: Ihre vermisste Tochter ist tot.

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