Torhüter feiert Drittliga-Startelfdebüt Hiller übt Selbstkritik - und erhält Lob von Bierofka

Marco Hiller, Torhüter des TSV 1860. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Marco Hiller war in der letzten Saison noch Stammtorhüter des TSV 1860. Im Spiel bei Hansa Rostock feierte der 21-Jährige sein Drittliga-Startelfdebüt - mit einer weitgehend starken Vorstellung und einer kniffligen Szene.

München/Rostock - In der Regionalliga Bayern hieß Sechzigs Nummer Eins Marco Hiller, nach dem Aufstieg sprach Trainer Daniel Bierofka Hendrik Bonmann das Vertrauen aus. Aufgrund des Innenbandanrisses des Ex-Dortmunders stand zuletzt wieder Löwen-Talent Hiller im Tor.

Nach seiner Einwechslung im Heimspiel gegen Energie Cottbus (2:0) feierte Hiller am Samstagnachmittag beim FC Hansa Rostock in einer spannenden Partie an der Ostsee (2:2) sein Startelfdebüt in der Dritten Liga. Die Leistung des Junglöwen-Keepers konnte sich dabei durchaus sehen lassen. Eine Szene ärgerte den Schlussmann hinterher allerdings - und zwar selbst wohl am meisten.

Marco Hiller: Selbstkritik bei Rostocks Ausgleichstreffer

"Ich habe nicht gedacht, dass er da noch mit dem Fuß dran kommt", urteilte Hiller über das Ausgleichstor durch Marco Königs (48. Minute) und gestand offen ein, dass er sich dabei verschätzt hatte. Hiller hatte sich dabei in Erwartung des Balles schon etwas vom kurzen Pfosten weg aus seinem Tor gewagt, obwohl eine alte Fußballer-Weisheit in ebensolchen Situationen besagt: Die kurze Ecke muss vom Torwart immer abgedeckt sein.

Ein schmaler Grat für den Keeper, denn: Hätte Königs den Ball nicht berührt, hätte ein Mitspieler die Hereingabe über die Linie drücken können. So sieht Hiller in der Aktion etwas unglücklich aus.

Insgesamt habe es Sechzigs Rückhalt selbst "Spaß gemacht, wieder auf dem Platz zu stehen", wenngleich "zu Null natürlich schön gewesen" wäre oder "wenigstens nur einen Treffer, damit es am Ende reicht."

Daniel Bierofka: Hiller mit "guter Partie"

Nachdem der Schlussmann überwiegend einen souveränen Eindruck hinterlassen und die Sechzger mit zwei Top-Paraden gegen Biankadi und Breier vor weiteren Gegentreffern bewahrt hatte, attestierte ihm sein Trainer trotz dessen Selbstkritik eine starke Leistung: "Bei dem Tor ist es schwierig für ihn, weil er noch berührt wird, bevor er ins kurze Eck geht. Trotzdem finde ich, dass er eine gute Partie gemacht hat", erklärte Daniel Bierofka über die Leistung seines Schlussmannes.

So mussten sich Hiller, Bierofka und Co. aus emotionaler Sicht irgendwo zwischen Freude über den Auswärtspunkt und Ärger über die verpasste Chance auf den Auswärtssieg auf die Rückreise nach München begeben. Hiller dazu: "Einerseits sind wir angepisst, dass es nur ein Punkt ist. Andererseits auch froh, dass wir nicht mit leeren Händen dastehen."

Am kommenden Samstag kann es der alte und neue Stammkeeper besser machen: Dann erwartet Sechzig den SV Wehen Wiesbaden im Grünwalder Stadion (14 Uhr, im AZ-Liveticker).

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