Torhüter des FC Bayern Fit zum Finale? - Neuers Traum lebt

Manuel Neuer: die Rückkehr ins Tor des FC Bayern rückt näher. Foto: dpa

FC-Bayern-Torhüter Manuel Neuer absolviert erstmals Teile des Teamtrainings – muss Sven Ulreich weichen? Trainer Heynckes sagt: "Für mich gibt es keine Diskussion."

 

München - Auch wenn Sven Ulreich ein äußerst fairer Kollege ist: Die Szenen vom Freitagmittag dürfte der zuletzt so starke Torhüter des FC Bayern mit gemischten Gefühlen beobachtet haben. Manuel Neuer, die etatmäßige Nummer eins, absolvierte erstmals seit seinem dritten Mittelfußbruch vor sieben Monaten Teile des Mannschaftstrainings, war bei Pass- und Laufübungen dabei.

Das Comeback des 32-Jährigen rückt immer näher. Und für Ulreich drängt sich die entscheidende Frage auf: Wie lange darf er noch das Bayern-Tor hüten?

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Das"Sven hat eine phänomenale Entwicklung“, sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes am Freitag (die Spieltags-Pk zum Nachlesen). Der 29-jährige Ulreich habe sich "durchgeboxt" und sei für ihn "heute der zweitbeste deutsche Torwart in der Bundesliga", so Heynckes. Zusatz: "Nach Manuel Neuer".

Das ist das große Problem aus Ulreichs Sicht: Der Neuer-Vertreter spielt unter Heynckes eine herausragende Saison, an seiner Leistung gibt es nichts zu kritisieren. Und doch könnte der frühere Stuttgarter die beiden Finalspiele im Mai (das Pokalfinale am 19. Mai gegen Eintracht Frankfurt und – eventuell – das Champions-League-Endspiel am 26. Mai in Kiew) von der Ersatzbank aus sehen. Zu gewaltig ist das Ansehen, das Neuer dank seiner erfolgreichen Vergangenheit genießt. Bei Heynckes. Und generell im Weltfußball.

"Ich habe einen klaren Plan", betonte der Bayern-Trainer, angesprochen auf die (vermeintlich) schwierige Wahl zwischen Ulreich und Neuer (der FC Bayern und das Torhüter-Dilemma). "Die Diskussion kommt viel zu früh", ergänzte Heynckes. Und: "Für mich wird es überhaupt keine Diskussion geben." Dieser Satz ließ durchblicken, dass der Trainer wohl auf Neuer setzen wird, sobald der Keeper wieder spielen kann.

Manuel Neuer: Jogi Löw plant mit ihm für die WM

Heynckes ging ausführlich auf Neuers Comeback-Verlauf ein: "Es ist superklasse, wie er arbeitet. Für mich ist es am wichtigsten, dass wir bisher alles richtig gemacht haben“, sagte Heynckes: "Das war das große Ziel, dass er kontinuierlich aufgebaut wird und noch spielen kann in dieser Saison. Und dass er dann zur Weltmeisterschaft geht." Klar: Auch für Bundestrainer Joachim Löw, der fest mit seinem Kapitän plant, war der Freitag ein guter Tag. Am 16. September 2017 bestritt Neuer gegen Mainz 05 seine bis dato letzte Partie. Nun zeichnet sich die Rückkehr ab.

Neuers Traum, noch in dieser Saison für Bayern zu spielen und danach die WM – er lebt.

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