Todesangst am Grab "Recht große Exemplare": Schlangen bevölkern Friedhof

Die einen finden sie schön, die anderen haben Angst - dabei sind Ringelnattern harmlose Tiere. (Symbolbild) Foto: dpa

Die Angst geht um im Landkreis Altötting: Auf einem Friedhof werden immer wieder Schlangen gesichtet. Nun trauen sich Besucher nicht mehr an die Gräber.

 

Töging am Inn - Seit einem halben Monat ist die Stadt Töging im Aufruhr. Der Grund: Schlangen, die sich auf dem örtlichen Friedhof eingenistet haben. Mehrfach sollen welche gesichtet worden sein, berichtet die Passauer Neue Presse (PNP).

"Recht große Exemplare" von Schlangen

Nun geht die Angst um. Besonders ältere Frauen trauen sich offenbar nicht mehr an die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen. Laut PNP beschäftigte sich sogar schon der Stadtrat mit dem Thema – es sollen "recht große Exemplare" von Schlangen sein. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, schilderte ein Friedhofsbesucher, wie eine Schlange hinter einem Grabstein hervorgekrochen sei. Eine Frau erzählte von einer unangenehmen Schlangenbegegnung am Brunnen.

Fotografiert wurde bislang noch keines der Tiere. Daher ist nicht ganz klar, um welche Schlangenart es sich handelt. Einige Augenzeugen vermuten, dass es Ringelnattern oder Blindschleichen sind.

Schlangen mögen's gern ruhig

Mittlerweile war sogar ein Reptilienexperte vor Ort. "Es ist wichtig, dieses ganz offensichtlich sehr emotionale Thema sachlich anzugehen", sagte Tögings Bürgermeister im Vorfeld einer extra anberaumten Infoveranstaltung.

Ringelnattern und Blindschleichen sind für den Menschen ungefährlich und heimisch in unseren Breiten. Allerdings wurden die scheuen Tiere vielerorts vom Lärm der Menschen vertrieben – sie schätzen die Ruhe. Die haben sie auf dem Friedhof in Töging offenbar gefunden.

 

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