Syrien-Einsatz der Bundeswehr Sahra Wagenknecht: "Was ist denn das für ein Wahnsinn?"

Die Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, hält den geplanten Bundeswehreinsatz gegen den IS für grundfalsch und gefährlich. Foto: dpa

"Krieg macht alles nur noch schlimmer." Sarah Wagenknecht hat im Bundestag ihren Standpunkt zum geplanten Anti-IS-Einsatz der Bundeswehr in Syrien unmissverständlich klar gemacht.

Berlin - Die Linke hält den geplanten Bundeswehreinsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für grundfalsch und gefährlich. "Krieg macht alles nur noch schlimmer", sagte Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht am Freitag im Bundestag bei der abschließenden Beratung über den Militäreinsatz. Den Terroranschlägen von Paris seien 130 Menschen zum Opfer gefallen. Und als Antwort darauf sollten nun unschuldige Menschen in Syrien getötet werden, beklagte sie. "Was ist denn das für ein Wahnsinn?"

An die Adresse der Bundesregierung sagte Wagenknecht: "Es ist eine schlichte Lüge, dass dieser Kriegseinsatz den IS schwächen wird." Das Gegenteil sei der Fall. Es sei keine Lösung, mit dem IS in einen Wettstreit zu treten, wer sich besser aufs Töten verstehe. "Auch Bombenkrieg ist Terror", mahnte sie. "Krieg ist Terror, der neuen Terror hervorbringt." Das habe auch der Einsatz in Afghanistan gezeigt. Dieser sei ein einziger großer Fehlschlag gewesen.

 

"Bundeswehreinsatz gegen IS ist völkerrechtswidrig"

Wagenknecht beklagte, der geplante Bundeswehreinsatz gegen den IS sei völkerrechtswidrig, er widerspreche dem Grundgesetz und sei völlig unkalkulierbar. "Das ist doch alles verantwortungslos."

Bis zu 1200 Soldaten sollen zunächst bis Ende 2016 mit Aufklärungsflügen und einer Fregatte die internationale Koalition im Kampf gegen den IS-Terror unterstützen.

 

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