Kampfeinheit in Syrien München: Terrorist (33) zu sieben Jahren Haft verurteilt

Vor dem Oberlandesgericht in München wurde der 33-Jährige am Donnerstag verurteilt. (Archivbild) Foto: Sven Hoppe/dpa

Er hatte zusammen mit Komplizen eine militärische Kampfeinheit in Syrien gegründet. Nun wurde der 33-Jährige als Führer einer terroristischen Vereinigung in München verurteilt.

München - Wegen der Gründung einer Terroreinheit in Syrien ist ein 33 Jahre alter Mann zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Oberlandesgericht München (OLG) habe den Angeklagten am Donnerstag wegen Rädelsführerschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland verurteilt, berichtete ein Sprecher nach dem Urteilsspruch.

Der in Niederbayern festgenommene Syrer soll im Jahr 2012 in Aleppo mit einem Komplizen eine militärische Kampfeinheit gegründet haben. Der Angeklagte habe die Einheit "in der Funktion eines Emirs" im Raum Aleppo und Idlib befehligt. Nach Ansicht des OLG-Senats handelte es sich um eine Terrorgruppe, "die für die Errichtung eines Gottesstaates unter Geltung der Scharia" gekämpft habe.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Die Richter werteten es als strafmildernd, dass die humanitäre Situation in Syrien damals desolat gewesen sei und der Angeklagte bei dem Bürgerkrieg selbst schwer verletzt worden sei. Erschwerend wurde gewertet, dass der 33-Jährige die Gruppe mehrere Monate lang geführt habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, sowohl Generalstaatsanwaltschaft als auch die Verteidiger können Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.

 

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