SUV mit unerwartetem Superlativ Honda CR-V: Was kann der Welt-Bestseller?

Wuchtige Erscheinung: Man merkt, dass die fünfte Generation des Honda CR-V deutlich mehr Speck auf den Rippen hat. Foto: Honda

Bei uns spielt er keine Hauptrolle. Deshalb wundern sich deutsche Autofahrer, wenn sie von einem Superlativ des letztes Jahr komplett erneuerten Honda CR-V hören.

 

München - Ob Sie's glauben oder nicht: Der CR-V ist das meistgekaufte SUV weltweit, mittlerweile in fünfter Generation auf unseren Straßen unterwegs. Was er kann und was ihn besonders auszeichnet, klärt unser Test.

Im Einsatz war dafür die Schaltgetriebe-Version des bei uns einzig angebotenen 1,5 Liter-Benziners, die 173 PS leistet. Alternativ gibt es die muntere High-Tech-Maschine auch mit 193 PS und stufenlosem CVT-Getriebe – aber das ist bekanntermaßen Geschmackssache.

Honda CR-V: Keine Rakete, aber munter unterwegs

Wir vertrauen auf die Arbeit des per griffgünstig hoch platzierten Hebel knackig schaltbaren und gut abgestuften Sechsgang-Handschalters, der in unserem Fall an einen Allradantrieb gekoppelt ist – einen Fronttriebler gibt es auch. Beim Test im heißen bayerischen Sommer konnte die segensreiche Wirkung der Kraft auf alle Viere nicht intensiv ausgekostet werden. Klar ist: Auch wenn man mal auf einem steilen Schotterweg starten oder einen schweren Hänger von einer nassen Wiese ziehen muss: alles kein Problem.

Eine Rakete ist der CR-V nicht, aber er ist munter unterwegs, kann auf der Autobahn gut mithalten und ist auf der Landstraße dank seiner Drehfreudigkeit (roter Bereich ab 6500 U/min) immer für ein flinkes Überholmanöver gut. Laut Honda schafft der Benziner (den Diesel haben die Japaner beim CR-V schon komplett abgeschafft) den null bis 100-Spurt in 9,3 Sekunden und 208 km/h Spitze, der Testverbrauch lag bei 7,4 Litern Super je 100 Kilometer.

Auch flinke Passagen sind kein Problem für den CR-V

Die Fahrleistung ist deutlich mehr als nur ausreichend für ein Auto dieses Typs. Das Fahrwerk kann mit der gebotenen Power jedenfalls gut umgehen, in Kurven ist der hohe Aufbau des 1,6-Tonners zwar zu spüren, trotzdem sind auch flinke Passagen überhaupt kein Problem. Wünschenswert wäre allenfalls eine etwas direktere Rückmeldung der Lenkung. Besonders gut macht sich der CR-V dank der guten Halt gebenden Sitze auch auf der Langstrecke als flinker Gleiter.

Allzu fix sollte man mit dem CR-V nicht ums Eck sausen, wenn er seiner Bestimmung gemäß mit möglichst vielen Passagieren eingesetzt wird. Denn der kastige Japaner ist ein klassisches Familien-SUV mit viel Platz nach oben, zur Seite und nach vorne auch im variablen Fond. Und der Kofferraum passt sowieso. Mit dem gut nutzbaren Volumen von 561 bis 1756 Litern sind auch Großeinkäufe oder Urlaubsfahrten kein Problem.

Wie hoch ist beim Honda CR-V Preis?

Angenehm ist die gute Ausstattung mit Fahrer-Assistenzsystemen bereits in der Basisversion – im Prinzip bietet Honda alles, was heute zu haben ist. Die getestete Ausstattungsstufe Lifestyle enthält dazu noch ein paar nette Sachen, die das Leben mit dem und im Auto angenehmer machen, also etwa Scheinwerfer mit LED-Technik, das Honda Connect-Infotainmentsystem mit Garmin-Navi, eine Leder-Innenausstattung, den Aktiven Spurhalteassistenten oder die Klimatisierungsautomatik mit Zwei-Zonen-Regelung und das beheizbare Lenkrad. Dafür muss der Interessent ab 36.990 Euro hinlegen.

Die Basis-Ausstattung Comfort ist ab 28.990 Euro zu haben.

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