Sudetendeutsche Hütte in den Alpen Ein besonderer Wirt übernimmt: Vom Everest nach Tirol

Momos, ein nepalesisches Bergsteigergericht, sind der Renner auf der Sudetendeutschen Hütte, die Ang Kami Lama bewirtschaftet. Foto: Ang Kami Lama, Werner Friedel/DAV Sektion Schwaben

Ein besonderer Wirt hat die Sudetendeutsche Hütte übernommen: Ang Kami Lama kredenzt Momos. Welche spezielle Verbindung er zu seiner neuen Heimat hat.

Tirol - Seit wenigen Wochen weht ein Hauch von nepalesischem Wind durch die Tiroler Alpen. Denn dort, in der Granatspitzgruppe, hat Ang Kami Lama die Bewirtschaftung der Sudetendeutschen Hütte übernommen.

Ang Kami Lama kommt aus Nepal. In seiner Heimat war er, so teilt es der Deutsche Alpenverein (DAV) mit, mehrere Jahre als Träger und dann als Bergführer tätig. Kurz: In den Bergen fühlt er sich zuhause.

Auf der Hütte gibt es jetzt das Bergsteiger-Esses der Sherpas

Jetzt ist er mit seiner Frau Pasang in Tirol angekommen. Die Sudetendeutsche Hütte hat dabei für ihn eine ganz besondere Bedeutung. Denn sie liegt mit 2.650 Meter fast genau auf der gleichen Höhe wie sein Gebortsort Deurali, zu Füßen des Mount Everest.

Natürlich weiß Ang Kami Lama, der ja lange als Träger auf den Achttausendern des Himalayas gearbeitet hat, dass der Erfolg einer Wanderung maßgeblich vom leiblichen Wohl und dem gefüllten Magen des Bergsteigers abhängt, ist der DAV überzeugt. Deswegen bietet er auf der Sudetendeutschen Hütte eine besondere Stärkung für die Gäste an, das liebste Bergsteiger-Essen der Sherpas.

Das sind gedämpfte Teigtaschen, die mit Hackfleisch oder auch Spinat gefüllt werden. Sie heißen Momos. Dazu reichen Ang Kami Lama und Pasang eine Sesamsoße und Salat mit dem hausgemachten Dressing seiner Frau. Der Hüttenwirt sagt zum DAV: "Es hat fast kein Fett drinnen und ist für den Berg ein besonders gesundes Essen. Es wird auch langweilig für die Touristen, dass überall auf der Hütte nur Käse- oder Speckknödel mit Kraut serviert werden."

 

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