Stürmer von RB Leipzig Bremen weiter an Selke-Rückkehr interessiert

"Ich stecke im Moment in der schwersten Phase meiner Karriere", sagt Davie Selke über seine Reservistenrolle in der Bundesliga. Foto: dpa

Manager Frank Baumann hält den Transfer nach wie vor für "eher unwahrscheinlich" - aber Träumen ist auch bei Werder Bremen erlaubt. Leipzigs Stürmer Davie Selke holt sich sein Selbstbewusstsein derweil aus der U21-Nationalelf.

 

Bremen - Bundesligist Werder Bremen hofft weiter auf eine Rückkehr von Stürmer Davie Selke. "Wenn ein Spieler wie Davie auf dem Markt ist, ist es meine Pflicht, mich damit zu beschäftigen", sagte Manager Frank Baumann der Fußball Bild.

Der 22-jährige Selke hat bei Aufsteiger RB Leipzig trotz eines Vertrages bis 2020 keine Perspektive. Der frühere Werder-Kapitän Baumann hält den Transfer allerdings nach wie vor für "eher unwahrscheinlich".

Bereits vor dem Heimspiel gegen Leipzig (3:0) hatte der Manager zuletzt Bedenken geäußert. "Selbst wenn sich Davie einen Wechsel grundsätzlich vorstellen könnte, glaube ich nicht, dass der sich aus finanziellen Gründen realisieren lässt", erklärte Baumann damals.

U21-Nationalspieler Selke war im Sommer 2015 nach zwei Jahren in Bremen für acht Millionen Euro nach Leipzig gegangen. In der laufenden Saison kam er für den Neuling nur 395 Minuten zum Einsatz, sein bislang letztes Tor in der Bundesliga erzielte er im vergangenen Oktober ausgerechnet beim 3:1 gegen Werder.

Selbstvertrauen aus der U21

Die deutsche U21Nationalelf ist für Davie Selke aktuell eine Wohlfühloase. "Es tut mir gut, hier zu sein. Hier bekomme ich Selbstvertrauen", sagte Selke. Auch am heutigen Dienstag im letzten EM-Test gegen Portugal (18 Uhr/Eurosport) wird der Torjäger wohl wieder zur Startelf gehören.

"Ich bin jederzeit gerne hier, weil ich hier immer Vertrauen bekomme", sagte Selke, der mit sieben Tore in zehn U21-Spielen eine Top-Quote vorweisen kann. Und als wäre das nicht genug, geht es für Selke nun zurück zu den eigenen Wurzeln: Gegen Portugal gastiert das DFB-Team im Stuttgarter Stadion auf der Waldau.

"Das wird etwas ganz Besonderes für mich. Stuttgart ist meine Heimat, dort habe mich auch mein erstes Länderspiel in der U16 gemacht", sagt Selke. Der "bekennende Schwabe" wuchs 23 km östlich von Stuttgart in Winterbach auf, in der Jugend spielte er sowohl für die Kickers als auch den VfB. Über Hoffenheim und Bremen führte sein Weg nach Leipzig, wo er derzeit im Abseits steht.

Rückendeckung von Kuntz

In 16 Einsätzen kam er bislang auf nur 395 Spielminuten, Trainer Ralph Hasenhüttl setzt lieber auf Timo Werner, Yussuf Poulsen oder Marcel Sabitzer. Zuletzt erhielt sogar Nachwuchsspieler Federico Palacios den Vorzug. Ein Wechsel im Sommer ist trotz Vertrages bis 2020 kein Tabu mehr, zu tief sitzt der Frust. Beim DFB blüht Selke dagegen regelmäßig auf.

2014 schoss er die deutsche U19 mit sechs Toren zum EM-Titel, bei Olympia 2016 gehörte er zu den Stützen jener Mannschaft, die erst im Finale von Gastgeber Brasilien gestoppt wurde. Der Sturm-Juwel war sich dabei immer der Rückendeckung der Trainer sicher. "Deshalb konnte ich auch immer meine Leistung bringen", sagt Selke.

 

0 Kommentare