Stimmen zum Sieg des FC Bayern Hummels: "Hätte mich über Rot nicht beschweren können"

Mats Hummels mit seinem rotwürdigen Foul an Frankfurts Mijat Gacinovic. Foto: imago/Jan Huebner

Der FC Bayern demontiert Eintracht Frankfurt im DFL-Supercup mit 5:0 – neben reichlich Toren gab es zudem einige Aufreger, die auch noch nach dem Schlusspfiff für Diskussionen gesorgt haben. Verteidiger Mats Hummels gibt sich dabei ganz ehrlich und selbstreflektiert. Die Stimmen zum Spiel.

Frankfurt - Die Bayern haben ihren ersten Titel der Saison gewonnen, die kleine Revanche für das verlorene DFB-Pokalfinale ist mit dem 5:0-Sieg im Supercup gegen Eintracht Frankfurt gelungen. Robert Lewandowski erzielte in der Frankfurter Commerzbank-Arena gleich drei Tore, auch gegen Ende sorgte der Pole nochmal für Aufsehen. Nach einem Ellbogenschlag von Frankfurts David Abraham gerieten er und Lewandowski aneinander.

Es sollte nicht die einzige Szene des Spiels sein, die für reichlich Diskussionsstoff sorgte – vor allem Bayern-Innenverteidiger Mats Hummels spricht nach der Partie ganz offen und ehrlich. Er hätte nach einem Foul kurz vor dem eigenen Strafraum auch vom Platz fliegen können.

Eintracht Frankfurt gegen FC Bayern: Die Stimmen zum Spiel

Mats Hummels:

... über das Spiel: "Wir haben das über 90 Minuten sehr gut gemacht. Das Ergebnis war auch in der Höhe verdient. Aber man sollte das Spiel nicht überbewerten, auch nicht aus Frankfurter Sicht."

... über sein Foul an Gacinovic: "Ich dachte zunächst, dass ich noch an den Ball komme, hatte dann aber schon das Gefühl, dass er mich runterstellen hätte können. Da hätte ich mich über Rot für eine Notbremse nicht beschweren können."

... über die Bedeutung des Supercup-Erfolgs: "Der Titel bedeutet nach den Enttäuschungen ab Mitte April für den Verein und uns Nationalspieler sehr viel. Wir haben viel reingelegt, weil wir positiv in die Saison starten wollten. Wir wollten das erste Pflichtspiel gewinnen und den Titel holen. Deswegen können wir zufrieden sein."

Niklas Süle:

... über das Spiel: "Es war heute ein schwieriges Spiel. In der ersten Hälfte haben wir nicht so viele Lösungen gefunden. Die zweite Hälfte war dann sehr gut."

... über Niko Kovac: "Er hat eine ganz klare Ansprache. Da weiß jeder, was zu tun ist. Wir haben jetzt einen Plan und sind auf einem guten Weg."

... zur Frage, ob sie am Ende der letzten Saison keinen Plan mehr hatten: "Ich glaube nicht, dass wir so einen guten Plan zum Schluss hatten. Da hat einiges nicht gestimmt. Das meiste war vor allem mental. Das klappt jetzt wieder deutlich besser."

Leon Goretzka: "Das Ergebnis spiegelt die Dominanz im Spiel wider. Wir haben im richtigen Moment zwei Tore gemacht und es dann souverän nach Hause gebracht."

Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Glückwunsch an meine Mannschaft. Sie hat das richtig gut gemacht. Der Sieg war auch in der Höhe verdient. (...) Ich finde, wir haben ein richtig gutes Spiel über 90 Minuten gemacht. Ärgerlich ist nur, dass Alaba verletzt ist. Da müssen wir schauen, was genau ist. Das wissen wir noch nicht. Wir werden ihn heute, vielleicht morgen untersuchen und dann schauen."

Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern):

... über Spiel und Leistung: "Jeder Titel ist schön. Wir haben versucht, so viele Tore zu machen, wie möglich. Wir haben guten Fußball gespielt. Es hat phasenweise richtig, richtig gut ausgesehen. (...) Wenn wir so gut verteidigen, wenn wir uns zusammen bewegen, ist es schwer gegen uns. Unglaubliche Qualität nach vorne haben wir. Wenn die Jungs explodieren, dann so."

... über die Wechselgerüchte um Robert Lewandowski: "Wir wissen, was Lewa kann. Deswegen war das für uns nie eine Frage. Ich weiß, dass er einer der besten Stürmer der Welt ist. Es war uns von vornherein klar, dass er nicht wechselt. Das ist genau die richtige Reaktion, die er heute gezeigt hat. Er ist ein unglaublicher Spieler."

Danny da Costa: "Wir haben uns sehr viel vorgenommen und wollten über die Aggressivität ins Spiel finden, ähnlich wie im Pokalfinale. Das ist uns bis zum 0:1 gut gelungen, danach hat uns der Mut gefehlt, weiterhin Druck zu machen. Die Bayern nutzen diese Fehler gnadenlos aus."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Heute ist zu viel schief gelaufen. Uns sind die Grenzen aufgezeigt worden. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Man hat auch die Klasse vom FC Bayern gesehen. Wir haben es auch taktisch nicht gut gemacht. Phasenweise war es eine Vorführung. Wir haben noch viel zu tun, um eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, die nicht so spielt wie heute. Eine absolut ärgerliche Niederlage, die mir nicht gefällt."

Video: FC Bayern kehrt zur Basis zurück

 

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