Stimmen zum FC Bayern Analyse von Mats Hummels klingt für den BVB wie eine Demütigung

Kam 2016 vom BVB zum FC Bayern: Mats Hummels. Foto: imago/Revierfoto

Nach der Demontage des BVB durch den FC Bayern zeigt Mats Hummels in seiner Analyse schonungslos auf, wie weit die (eigentlichen) Bundesliga-Rivalen mittlerweile auseinander sind. Jupp Heynckes fühlt sich bestätigt, Gegenüber Peter Stöger nimmt regelrecht Abschied von Borussia Dortmund. Die Stimmen zum Spiel.

 

München - Jupp Heynckes sprach von Überlegenheit, Thomas Müller von "unter die Räder kommen". So dominant der Trainer und die Spieler des FC Bayern den BVB beim 6:0 auf dem Platz zerlegt haben, so schonungslos waren sie auch in ihrer Analyse hinterher.

Auf der anderen Seite ein völlig anderes Bild: BVB-Kapitän Marcel Schmelzer war völlig konsternierte, und sein Trainer Peter Stöger verabschiedete sich regelrecht von Borussia Dortmund. Die AZ fasst die Stimmen zum Spiel zusammen (von Sky):

Jupp Heynckes: "FC Bayern ein Jungbrunnen"

Bayern-Coach Jupp Heynckes: "Nach einer Länderspielpause ist es schwierig, wieder in den Rhythmus zu finden. Die Mannschaft war heute von Anfang an sehr konzentriert. Wir mussten wieder ein Ausrufezeichen setzen. In den ersten 45 Minuten haben wir eine Gala-Vorstellung gezeigt. Was der Gegner macht, ist nicht meine Aufgabe. Wir haben unsere spielerische und fußballerische Überlegenheit ausgespielt."

...darüber, ob er froh sei, dass seine Zukunft nun geklärt sei: "Ich habe immer in Ruhe arbeiten können, nur ihr habt mich nie in Ruhe gelassen, mit euren Fragen. Trainer beim FC Bayern zu sein, ist ein Jungbrunnen. Das sehen Sie auch." (schmunzelt)

Thomas Müller: "Wenn du in der Allianz Arena ein, zwei Stück bekommst, kannst du schon mal unter die Räder kommen."

Mats Hummels analysiert knallhart

Mats Hummels: "In der zweiten Halbzeit ging es darum, dass wir nicht die ganze Zeit Bälle verlieren und uns verausgaben müssen. Wir haben nur drei Tage bis zum nächsten Champions-League-Spiel. Der BVB war dann nur noch auf Schadensbegrenzung aus."

...über das Spiel gegen ehemalige Kollegen: "Es waren viele auf dem Platz, mit denen ich noch zusammengespielt habe. Ich habe selber mal hier mit Dortmund 1:5 verloren, ich weiß, wie weh das tut. Das muss man aber seriös nehmen."

…über die Stärke der Bayern: "Wir haben momentan einen guten Teamgeist, eine tolle Mentalität. Wir sind nicht perfekt, haben ein zwei Schwächen, die man nicht öffentlich nennen muss."

...über die Frage, wer nächste Saison Trainer wird: "Ich weiß gar nichts. Ich würde es auch gerne wissen, ich frage auch manchmal nach. Deswegen sagen sie mir vielleicht nichts, weil sie Angst haben, dass ich was ausplaudere." (schmunzelt)

...darüber, ob Heynckes ihn schon informiert habe: "Das hat er sehr klar gesagt. Ich finde es gut, wenn es von allen Seiten akzeptiert wird. Er ist 72 Jahre alt, hat verdammt viel gerissen im Fußball. Wenn er sagt, dass es reicht, muss man sagen: ‚Du hast vielen Leuten gezeigt, was du kannst‘."

...über das Champions-League-Hinspiel gegen den FC Sevilla: "Am Dienstag wird es eine unglaublich schwierige Aufgabe, das darf man nicht unterschätzen. Sie sind im heimischen Stadion beinahe euphorisch in der Laufarbeit, laufen dich immer an. Wir wissen aber auch, dass, wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, uns dort eine hervorragende Situation für das Rückspiel verschaffen können."

Verabschiedete sich Peter Stöger vom BVB?

BVB-Trainer Peter Stöger: "Ach, Entsetzen ist es nicht. Dafür haben wir zu viel falsch gemacht. Die Grundtugenden, von denen ich immer spreche, haben wir total vermissen lassen. Die waren mal die Basis für Erfolg in Dortmund. Sie haben nahezu jeden Fehler ausgenutzt. So kann man kein Spiel nur annähernd ausgeglichen gestalten. Guter Gegner, wenig Gegenwehr."

...über den kapitalen Fehler von Ex-Löwe Julian Weigl: "Mit diesen individuellen Fehlern haben wir es Bayern ganz einfach gemacht. Das ist ein Geschenkl‘."

...über Lehren aus der Pleite: "Wir haben den Anspruch, wieder Nummer zwei zu sein. Aber das wird dem Ganzen nicht gerecht. Wir haben Dinge, die wir vermissen lassen, immer wieder angesprochen. Vielleicht ist es mal ganz gut, dass man eine richtige Klatsche bekommt. Es ist besser als ein 0:1, bei dem man sich gewehrt hat. So kann man das Ganze kritischer betrachten. Um es anzugehen, um jeden Stein mal umzudrehen. Auch die Position des Trainers gehört dazu, und die wird irgendwann bewertet werden. Mein Leben definiert sich nicht darüber, dass ich beim BVB Trainer bin."

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