Stimmen des TSV 1860 Adriano Grimaldi hadert nach Remis: "Das ist sehr, sehr ärgerlich"

, aktualisiert am 09.08.2018 - 10:34 Uhr
Kam von Preußen Münster zum TSV 1860: Adriano Grimaldi. Foto: imago/MIS

Die Löwen verpassen den Sprung auf Platz zwei, weil sie ihn Überzahl den Sieg beim VfL Osnabrück verspielen. Nach dem Unentschieden ärgern sich Adriano Grimaldi und Coach Daniel Bierofka über die vielen vergebenen Konterchancen. Die Stimmen zum Unentschieden des TSV 1860.

 

München/Osnabrück - Sieg hergeschenkt, und das in der letzten Minute, und das in der Nachspielzeit: Der TSV 1860 verpasst es beim 2:2 beim VfL Osnabrück, auf den dritten Platz der Dritten Liga vorzustoßen. Nach einer anfangs fahrigen, dann starken, dann wieder schwächeren Leistung überwiegt am Ende die Enttäuschung über ein noch besseres Ergebnis.

Löwen-Coach Daniel Bierofka moniert das fahrlässige Konterverhalten, Torschütze Adriano Grimaldi lobt die "brutale" Verteidigung ,- hat aber an den Kontern auch was auszusetzen. Die AZ hat die Stimmen von "telekomsport" und aus der Pressekonferenz zusammengefasst:

Adriano Grimaldi: "Sehr, sehr bitter"

Löwen-Torjäger Adriano Grimaldi: "So wie wir das Tor bekommen haben in der letzten Minute, ist es sehr, sehr bitter. In der zweiten Halbzeit haben sie sehr viel Druck gemacht. Wir verteidigen das brutal. Dass wir dann den Freistoß bekommen, ist sehr, sehr ärgerlich. Wir hatten am Ende zwei, drei Möglichkeiten, die wir besser ausspielen müssen. Wir werden das analysieren. Darüber werden wir sprechen."

...über sein Tor: "Er (der Keeper, d. Red.) sieht den Ball einfach nicht. Ich habe spekuliert, ob was passiert. Dann lässt er ihn abtropfen und ich mach ihn rein."

...über sein Handspiel im Strafraum: "Ich versuche, den Ball mit dem Knie wegzuspielen. Sobald mein Arm nicht fest ist, sondern fliegt, ist es nicht gewollt. Und dann ist es kein Elfmeter. So hat es mir der Schiri erklärt."

Löwen-Coach Daniel Bierofka: "Ich habe am Anfang Probleme mit dem 3-4-3 von Osnabrück gehabt. Wir haben dann umgestellt, später noch Bekiroglu gebracht, dann hat es besser geklappt. Dann hatten wir nach dem 2:0 Riesen-Chancen, da müssen wir einfach das 3:0 machen. Dann führen wir die Konter viel zu schlampig aus. Wir müssen die Konter sauber zu Ende spielen."

...über die schlampigen Konter: "Die Ruhe hat gefehlt. Das ist ein unheimlicher Prozess, wir sind ein Aufsteiger. Wenn du hier in Osnabrück 2:0 führst, dann musst du die Ruhe bewahren. Aber das werden wir hinbekommen. Ganz klar. Wir müssen ruhiger bleiben, dürfen uns nicht vom Publikum anstecken lassen. Das war schon in Kaiserslautern so."

...über die Standardstärke: "Bei Standards können wir immer treffen. Aber wir müssen schauen, dass wir die Dinger auch im Spiel reinmachen."

...über taktische Umstellungen: "In den ersten 20, 25 Minuten hat Osnabrück sehr viel Druck entfacht. Danach haben wir umgestellt und haben besseren Zugriff gehabt, haben höher verteidigt und ihren Spielfluss besser unterbunden. Danach hatten wir selbst die ein oder andere Chance."

...über den Anschlusstreffer: "Felix (Weber, d. Red.) muss einfach stehen bleiben, versuchen, zu blocken. Er darf da nicht grätschen."

...über die hektische Schlussphase: "Nach der Roten Karte müssen wir einfach cleverer sein. Wir hatten einige Kontersituationen, die wir ganz schlecht ausspielen, nicht zum Abschluss kommen oder einfach das Tor nicht machen. Dann haben wir viel zu viele Standards um den Strafraum und zu viele Ecken produziert. Das sind die Lehren, die wir daraus ziehen müssen: Allgemein haben wir ein sehr ordentliches Spiel gemacht, aber wenn du dir in der letzten Minute das 2.2 fängst, tut es schon ein bisschen weh."

...über den Tribünenverweis gegen Assistent Oliver Beer: "Oli ist mit Leib und Seele dabei, da kommen auch mal die Emotionen durch. Wir dürfen die Hektik aber nicht auf den Platz tragen. Darüber werden wir reden."

Osnabrück-Coach: "Spielen Münchner an die Wand"

VfL-Trainer Daniel Thioune: "Ich glaube, die ersten 25 Minuten spielen wir die Münchner komplett an die Wand. Dann war es zu einfach mit den beiden Standards. Unaufmerksamkeiten führten zu den Gegentoren. Dann hat meine Mannschaft aber eine unfassbare Mentalität gezeigt, und so bekommen wir den Ausgleich."

...über Löwen-Torjäger Grimaldi: "Ich hätte mit gewünscht, dass der Adi ein lila Trikot anhat, dann hätte er die Dinger für uns in der Box gemacht."

Ausgleichsschütze Marcos Alvarez: "Es ist einfach geil! Wir haben zu Unrecht 0:2 zurückgelegen. Da bekommen wir zwei Standardtore von Sechzig, wir wussten, dass das ihre Stärke ist. Aber dann bebt die Bremer Brücke. Der Zusammenhalt, der Fight macht uns stark."

 

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