Sternfahrt auf Theresienwiese Asylsuchende und Helfer protestieren gegen Abschiebungen

Mit einer Sternfahrt zur Theresienwiese haben Ehrenamtliche gegen Abschiebungen nach Afghanistan protestiert. Foto: Natalie Kettinger

Zu Füßen der Bavaria haben rund 1.500 Ehrenamtliche und Asylsuchende gegen Abschiebungen nach Afgahnistan und gegen das Arbeitsverbot von Asylbewerbern protestiert.

München - Mit einer Sternfahrt zur Theresienwiese haben Ehrenamtliche von mehr als 120 Asyl-Helferkreisen an diesem Samstag gegen Abschiebungen nach Afghanistan und die restriktive Arbeitsmarktpolitik für Geflüchtete in Bayern protestiert. Gegen Mittag haben sie sich vor der Bavaria zum Gruppenbild aufgestellt. Das Foto soll Innenminister Joachim Herrmann zusammen mit einer von 250 Helferkreisen unterzeichneten Resolution übergeben werden.

"Wir wollen mit dieser Aktion sichtbar machen, wie groß die Ablehnung des bayerischen Sonderweges ist", sagt Pfarrer Jost Herrmann, der die Unterstützerkreise im Landkreis Weilheim koordiniert.

Ende 2016 hatte das bayerische Innenministerium die Ausländerämter im Freistaat angewiesen, nur noch Flüchtlingen mit einer "hohen Bleibewahrscheinlichkeit" eine Arbeitserlaubnis zu erteilen. Als solche gelten derzeit lediglich Menschen aus Eritrea, Syrien, Iran, Irak und Somalia.

Mit dieser Anweisung habe das Ministerium "eine Grenze überschritten", sagen die Helfer – und fordern die Rücknahme der rigiden Regelung. Unterstützt werden sie dabei von der Vereinigung der Selbständigen und mittelständischen Unternehmer in Bayern.

Den ersten Termin zur Übergabe der Resolution ließ Innenminister Herrmann platzen, zur Verärgerung der Ehrenamtlichen. Sie seien schließlich keine "linken Spinner", sagt Pfarrer Jost Herrmann. "Viele von uns sind für ihr Engagement von Bürgermeistern oder Landräten geehrt worden."