Sternenhaus in München Thomas Müller baut ein Haus für traurige Kinder

Sie haben das Sternenhaus-Projekt im wahrsten Sinne in den Händen: Alexandra Schörghuber, Thomas Müller, Martina Münch-Nicolaidis (rechts). Foto: kim

Der beliebte Fußballstar des FC Bayern tut mit Münchens Bau-Löwin Alexandra Schörghuber Gutes am Nockherberg – was genau, erzählt er hier (und sagt nebenbei, wie es ihm nach der Real-Niederlage geht).

München - Die Niederlage gegen Real Madrid ist keine Woche her und sitzt manchem Bayern-Spieler (und -Fan!) noch in den Knochen. Doch darum soll es hier an diesem Montag nicht gehen. Bloß keine sportlichen Fragen, heißt es.

Und das, obwohl gerade Thomas Müller das Kaminzimmer vom Paulaner am Nockherberg betritt. Gut gelaunt und frisch gebräunt lächelt er in die Runde. Der Sympathieträger ist als Botschafter der Nicolaidis YoungWings Stiftung da – seit sieben Jahren engagiert er sich für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die durch den Tod eines geliebten Menschen aus dem Gleichgewicht kommen.

Kurz zu den Fakten: In Deutschland leben etwa 800.000 Kinder, die einen oder beide Elternteile verloren haben, und 500.000 junge Menschen, deren Ehepartner verstorben ist.

Martina Münch-Nicolaidis: "Davon träume ich seit 14 Jahren"

Zurück zu Thomas Müller: Zusammen mit Alexandra Schörghuber, Oberhaupt des Bau- und Brau-Imperiums, und Martina Münch-Nicolaidis (Vorsitzende der Stiftung) gibt es eine frohe Botschaft zu verkünden. Auf dem ehemaligen Gelände der Paulaner-Brauerei entsteht für 4,5 Millionen Euro und auf 1.400 Quadratmetern das Sternenhaus mit einem parkähnlichen verglasten Garten auf dem Dach. Eine zentrale Anlaufstelle für traurige, trauernde Menschen bis 49 Jahre.

Alexandra Schörghuber, die vor zehn Jahren ihren Mann Stefan († 47) verloren hat, erklärt ihre Motivation zu helfen so: "Aufgrund meiner leidvollen Erfahrungen weiß ich ganz genau, wie wichtig so eine Arbeit ist. Wir sind mit unserer Josef Schörghuber Stiftung für Münchner Kinder seit 20 Jahren erfolgreich unterwegs, jetzt wollen wir unser Engagement ausdehnen. Anlässlich des zehnten Todestages meines Mannes wollen wir die Stiftung Stefan Schörghuber gründen, die dazu beitragen kann und wird, dass die YoungWings Stiftung dieses Grundstück erhält, auf dem das wundervolle Haus gebaut werden kann."

Die Vorsitzende Martina Münch-Nicolaidis freut's besonders: "Davon träume ich seit 14 Jahren. Vor lauter Vorfreude kann ich seit drei Tagen nicht schlafen." 

Thomas Müller: "Alles alleine regeln zu wollen, ist nicht gut"

Das berührt auch Thomas Müller. Er sagt: "Die Momente mit den Kindern bleiben für mich besonders. Sie sind so herzlich, weil sie merken, da unterstützt uns jemand. Natürlich erzählen mir die Kinder nicht ihre Leidensgeschichte, sie versuchen, stark zu sein. Aber man merkt, dass da was nicht stimmt. Es kommen auch mal kleine emotionale Ausrutscher, da sind seelische Probleme, die Kinder kämpfen, wollen aber auch Spaß haben und mit mir Fußball spielen."

Er weiß: "Alles alleine regeln zu wollen, ist nicht gut – ähnlich wie im Fußball. Ich mag das am Mannschaftssport, man packt gemeinsam etwas an."

Nach einer halben Stunde ist der Termin vorbei. Im Gehen wird Müller doch auf die Real-Niederlage angesprochen und sagt: "Natürlich schmerzt das noch. Aber wir wollen nach vorn schauen und jetzt das Pokalfinale gewinnen. Wir wollen wieder auf dem Rathausbalkon feiern können – für den Verein und vor allem für die Fans."

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